Lexikon

Ameisen

Emsen; Formicoidea
über die ganze Erde verbreitete, zu den Hautflüglern gehörende Überfamilie Staaten bildender Insekten mit mindestens dreierlei Individuentypen: 1. geflügelte, nur zur Schwarmzeit vorhandene Männchen. 2. Weibchen, zur Schwarmzeit (Begattung) ebenfalls mit Flügeln versehen, die sie aber nach erfolgter Befruchtung abwerfen, um einen neuen Staat zu gründen und als Königin nur noch Eier zu legen. 3. Ungeflügelte Weibchen mit rückgebildeten Geschlechtsorganen, die als Arbeiterinnen die Hauptmasse eines Ameisenstaates ausmachen. Sie kümmern sich um die Eier und die Larven und schaffen Nahrung herbei. Die Verständigung erfolgt im Wesentlichen über Duftstoffe, die auch die „Ameisenstraßen“ zwischen Nest und Futterquelle für jede staatsangehörige Ameise markieren. Bei einigen Arten sind die Arbeiterinnen, die für die Verteidigung des Staates zuständig sind, als „Soldaten“ mit vergrößerten, beißenden Mundwerkzeugen entwickelt. Viele Arten besitzen Giftdrüsen, mit denen sie u. a. ätzende Stoffe produzieren können, wie die Ameisensäure unserer Waldameise.
Themenwissen Tiere
Themenwissen Tiere
Schnitt durch ein Ameisennest
Ameise
Ameise
Ameisenhaufen
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Ameisen: Körperbau
Ameisen: Körperbau
Ameisen sind leicht an ihrem Körperbau zu erkennen. Die meisten Tiere eines Volkes sind flügellos, außerdem besitzen sie einen charakteristischen Hinterleibsstiel aus einem oder auch zwei Körpersegmenten. Die langen Fühler sind gekniet.
Hautflügler: Arten
Hautflügler
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Ameisen: Männchen
Ameisen: Männchen
Bei der Mehrzahl der Ameisenarten sind die Männchen geflügelt. Ihre einzige Aufgabe ist es, die Ameisenköniginnen zu begatten. Daher finden sie sich auch nur zu bestimmten Zeiten im Ameisennest, und ihre Lebensdauer ist nur kurz.
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Ameisen: Königin
Ameisen: Königin
Die Ameisenkönigin, meist die größte Ameise eines Volkes, bildet für den Hochzeitsflug vier häutige Flügel und die notwendige Flugmuskulatur aus. Nach der Paarung werden die Flügel abgeworfen und die Flugmuskulatur rückgebildet.
Die Ernährungsweisen der Ameisen sind vielfältig: Die meisten erbeuten Insekten und andere Kleintiere. Einige Arten sind Körnersammler, andere Pilzzüchter, wieder andere rauben die Puppen („Ameiseneier“) anderer Arten, ziehen sie groß und halten sie als „Sklaven“, manche füttern in besonderen Gewölben Arbeiterinnen mit Honig derart, dass sie bewegungsunfähige Vorratsbehälter („Honigtöpfe“) werden. Vorliebe für süße Stoffe führt auch zum Besuch der Blattläuse, die die Ameisen durch „Betrillern“ mit den Fühlern zur Abgabe ihres stark zuckerhaltigen Kots veranlassen. Die etwa 9600 bekannten Arten (geschätzt: 15 000) verteilen sich auf 11 Familien. Die Termiten gehören nicht zu den Ameisen.
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