Lexikon
Christentum
Die drei großen Kirchen
Allen christlichen Kirchen ist gemeinsam, dass haupt- oder nebenberufliche Amtsträger (Bischöfe, Priester, Pastoren, Prediger, Älteste u. a.) die Glaubensverkündigung, Leitung und Verwaltung wahrnehmen.
Von den drei großen Kirchen des Christentums besitzt die Ostkirche das Frömmigkeitsgepräge der Mystik. Sie prägte ihre gegenwärtige Gestalt im 14. Jahrhundert unter dem Kirchenlehrer Gregorios Palamas aus. Unter der absolut unzugänglichen „Oberen Gottheit“ steht die „Untere Gottheit“ (zu der „Sohn“ und „Heiliger Geist“ gehören). Mit den von ihr ausgestrahlten „Energien“ (göttliche Eigenschaften), die zum „Taborlicht“ verschmelzen, vereint sich der Gläubige in mystischer Verzückung.
Die römisch-katholische Kirche entstand als Ortskirche von Rom und begründete schon früh ihren Führungsanspruch mit dem „Stuhl Petri“ (der Apostel Petrus als erster Bischof Roms). Dieser Anspruch, die wahre, einzige und universale Kirche zu sein, wurde im 4./5. Jahrhundert rechtlich gemacht und durch das Papsttum untermauert. Der Papst als Nachfolger Petri und Stellvertreter Christi besitzt als oberster Priester („Pontifex Maximus“) die unfehlbare Autorität in allen Glaubensfragen.
Der Protestantismus entspringt der Bibelbewegung der Reformation des 16. Jahrhunderts, die sich als allgemeinkirchliche Reform verstand und zu den drei Kirchen der Reformierten (bzw. Calvinisten), der Anglikaner und der Lutheraner wurde. Ihnen gemeinsam ist das vierfache „Allein“, unter dem das „Heil“ zu erlangen ist: Allein durch Christus, durch die Gnade, durch die Heilige Schrift, durch den Glauben. Geschichtsbezogenheit, Aktivität, Weltverantwortung, Schriftgebundenheit sind kennzeichnend.
„Sondergemeinschaften“ (Sekten, Denominationen) gibt es in allen drei großen Kirchen (besonders zahlreich im Protestantismus).
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