Lexikon
Dressụr
Verhaltensforschung
das Abrichten von Tieren zur Ausführung bestimmter Handlungen, z. B. Arbeiten oder Kunststücke durch Belohnung und Bestrafung (Fremddressur) oder durch Erfolg und Misserfolg (Selbstdressur). Dressur wird zur Klärung tierpsychologischer und auch physiologischer Fragen benutzt (z. B. Ermittlung von Sinnesleistungen bei Tieren). – Die Wildtierdressur zu Schauzwecken wurde besonders in der römischen Antike geübt und ging später verloren. Dressur bestand lange Zeit nur noch in der Ausnutzung der Angst des Tiers vor der Anwendung brutaler Mittel, bis C. Hagenbeck die zahme Dressur einführte, die die natürlichen Reaktionen der Tiere ausnutzt.
Wissenschaft
Wie Mutationen die Pferde zum Reittier machten
Pferde haben unsere Geschichte entscheidend geprägt: Ihre Domestizierung vor etwa 4500 Jahren bedeutete eine Revolution für die menschliche Mobilität, Landwirtschaft und Kriegsführung. Eine Analyse von uralten Pferdegenomen zeigt nun, welche Gene die wilden Pferde zahm und reitbar machten. Dabei spielten seltene, in den...
Wissenschaft
Gehirn aus der Petrischale
In der Hirnforschung gibt es ein molekulares Werkzeug, mit dem Forschende zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen können. Sie überwinden immer mehr Schwächen dieser Organoide. von RAINER KURLEMANN Das Gehirn eines Embryos ist ein empfindliches Organ. Die Wissenschaft kann es nicht untersuchen, weil die Forschung dem...