Lexikon
Frankreich
Entwicklungen in der Industrie
Frankreich verfügt über beträchtliche Eisenerz- und Kohlevorkommen, doch aufgrund des geringen Metallgehaltes der Erze und der mangelnden Rentabilität des Kohlebergbaus wurde die Eisenerz- und Kohleförderung mittlerweile eingestellt. Weiter gefördert werden Bauxit, Erdöl und Erdgas. Über die Hälfte der in der Industrie Beschäftigten arbeitet im Pariser Becken. Bedeutsam sind neben dem Maschinen- und Fahrzeugbau die Mode- und Lederwarenindustrie, die Druckindustrie sowie die Parfümherstellung. Staatliche Förderung begünstigte in den 1960er Jahren die Ansiedlung von chemischer und petrochemischer Industrie sowie von Elektro- und Elektronikindustrie in der Region Rhône-Alpes. Gleichzeitig wurden an der Kanalküste und am Mittelmeer neue Stahlwerke geschaffen. An den traditionellen Standorten der Eisen- und Stahlgewinnung in Lothringen, der Region Lille-Valenciennes und Saint-Étienne hat sich im Zuge des mit hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung verbundenen Strukturwandels der Dienstleistungssektor als wichtigster Wirtschaftssektor herausgebildet. Toulouse im Süden hat eine international bedeutende Stellung im Flugzeugbau; hier wird ein Großteil der Airbus-Großraumflugzeuge montiert. Auf dem Gebiet der Atomenergie nimmt Frankreich in Europa einen Spitzenplatz ein: Rund 80% der elektrischen Energie stammen aus Kernreaktoren.
Wissenschaft
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Wissenschaft
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