Lexikon

Frankreich

Entwicklungen in der Industrie

Frankreich verfügt über beträchtliche Eisenerz- und Kohlevorkommen, doch aufgrund des geringen Metallgehaltes der Erze und der mangelnden Rentabilität des Kohlebergbaus wurde die Eisenerz- und Kohleförderung mittlerweile eingestellt. Weiter gefördert werden Bauxit, Erdöl und Erdgas. Über die Hälfte der in der Industrie Beschäftigten arbeitet im Pariser Becken. Bedeutsam sind neben dem Maschinen- und Fahrzeugbau die Mode- und Lederwarenindustrie, die Druckindustrie sowie die Parfümherstellung. Staatliche Förderung begünstigte in den 1960er Jahren die Ansiedlung von chemischer und petrochemischer Industrie sowie von Elektro- und Elektronikindustrie in der Region Rhône-Alpes. Gleichzeitig wurden an der Kanalküste und am Mittelmeer neue Stahlwerke geschaffen. An den traditionellen Standorten der Eisen- und Stahlgewinnung in Lothringen, der Region Lille-Valenciennes und Saint-Étienne hat sich im Zuge des mit hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung verbundenen Strukturwandels der Dienstleistungssektor als wichtigster Wirtschaftssektor herausgebildet. Toulouse im Süden hat eine international bedeutende Stellung im Flugzeugbau; hier wird ein Großteil der Airbus-Großraumflugzeuge montiert. Auf dem Gebiet der Atomenergie nimmt Frankreich in Europa einen Spitzenplatz ein: Rund 80% der elektrischen Energie stammen aus Kernreaktoren.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Abwechslungsreiche Küste
    2. Kulturlandschaften
    3. Ausgeglichenes Klima
  3. Bevölkerung
    1. Minderheiten und Einwanderer
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Bedeutende Landwirtschaft
    2. Entwicklungen in der Industrie
    3. Führendes Reiseland
    4. Dichtes Verkehrsnetz
  7. Geschichte
    1. Mittelalter
    2. Der absolutistische Staat
    3. Französische Revolution und Herrschaft Napoleons I.
    4. Restauration und Zweites Kaiserreich
    5. Von der Dritten Republik bis zum Ende des 2. Weltkriegs
    6. Vierte und Fünfte Republik
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