Lexikon

Frankreich

Bildung

In Frankreich ist eine kostenlose Schulausbildung verfassungsgemäß garantiert; sie findet in einem Ganztagsschulsystem statt, bei dem der Mittwoch ganz oder halbtags schulfrei ist. Schulpflicht besteht zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr. Die kostenpflichtigen Privatschulen sind meist konfessionell (überwiegend katholisch) gebunden. Eine freiwillige Vorschule (École maternelle) bereitet die 2-5-jährigen Kinder auf den Schulbesuch vor. In einigen Regionen, z. B. dem Elsass, gibt es bilinguale Vorschuleinrichtungen. An die fünfjährige Grundschule schließt sich der Sekundarbereich an, der aus zwei aufeinander folgenden Stufen, dem Collège und dem Lycée (Gymnasium) besteht. Am Ende des vierjährigen Collège entscheidet eine Abschlussprüfung über die Aufnahme ins Lycée, das sich in zwei Ausbildungszweige unterteilt: in das allgemein bildende oder technische Gymnasium, das auf die Hochschule vorbereitet, und in das berufliche Gymnasium.
Das französische Bildungssystem, vor allem das Hochschulsystem, ist stark von Auslese und Elitebildung geprägt. Neben den Universitäten gibt es die Eliteeinrichtungen der Instituts universitaires de technologie und der Grandes écoles, deren Absolventen traditionell die höheren Führungskräfte des Landes in Politik und Wirtschaft stellen.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Abwechslungsreiche Küste
    2. Kulturlandschaften
    3. Ausgeglichenes Klima
  3. Bevölkerung
    1. Minderheiten und Einwanderer
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Bedeutende Landwirtschaft
    2. Entwicklungen in der Industrie
    3. Führendes Reiseland
    4. Dichtes Verkehrsnetz
  7. Geschichte
    1. Mittelalter
    2. Der absolutistische Staat
    3. Französische Revolution und Herrschaft Napoleons I.
    4. Restauration und Zweites Kaiserreich
    5. Von der Dritten Republik bis zum Ende des 2. Weltkriegs
    6. Vierte und Fünfte Republik
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