Lexikon
gallikạnischer Gesang
im engeren Sinne die Liturgien, Gesänge und Riten der christlichen Kirchen in Gallia cisalpina und Germania, im weiteren Sinne außerhalb der italienischen Halbinsel. Die wichtigsten Quellen zur Darstellung des gallikanischen Gesangs bilden die „Exposito brevis antiquae liturgiae gallicanae“ (um 700) sowie südfranzösische Choralhandschriften; wegen der Vielfalt der Kirchen, die ihn pflegten, konnte der gallikanischen Gesang bisher jedoch nur unvollständig erforscht werden. Die Reformen Pippins III. und Karls des Großen verboten ihn im 8. Jahrhundert und führten die römische Liturgie ein.
Wissenschaft
Fernsehen im Kopf
Stundenlang in Fantasiewelten versinken – das klingt harmlos. Doch das maladaptive Tagträumen ist so exzessiv und zwanghaft, dass es das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. von CHRISTIAN WOLF Schon als junges Mädchen verbrachte Jayne Bigelsen unzählige Stunden damit, in ihrem Kopf „fernzusehen“. Heute erinnert sich...
Wissenschaft
Gegen die Einbahnstraße
Keine Stadt ohne Sackgassen und Einbahnstraßen. Auch von der Evolution dachte man lange, dass sie viele Organismenlinien in Sackgassen und Einbahnstraßen geschickt habe. Tatsächlich scheint das jedoch viel weniger oft der Fall gewesen zu sein, als bislang vermutet. Über die „evolutionären Sackgassen“ des belgischen Paläontologen...