Lexikon
Griechenland
Gebirgiges Festland
Das griechische Festland liegt auf dem südlichen Abschnitt der Balkaninsel. Während sich über dem Landesinneren hohe Gebirge erheben, wird die Küstenlinie vor allem im Osten und Süden von zahlreichen, tief in das Land eindringenden Buchten durchbrochen. Im Nordwesten liegt die baumlose Landschaft des Epirus, die nach Osten vom mächtigen Pindos-Gebirge abgeschlossen wird. Die küstenparallelen Ketten dieses stark gefalteten und verkarsteten Gebirges erreichen im Smolikas (2637 m) ihren höchsten Punkt. Das Faltengebirge setzt sich im Süden auf dem Peloponnes fort und taucht in einem Bogen unter das Ägäische Meer ab, wo seine höchsten Gipfel in den Inseln Kreta und Rhodos erneut an die Oberfläche stoßen.
Im Osten und Nordosten des Festlandes bestimmen Quergebirge und Bruchschollen das Landschaftsbild. Mächtige Gebirgsmassive wie der Olymp (2917 m) rahmen fruchtbare Becken ein, die Hauptsiedlungs- und Wirtschaftsräume Griechenlands. Die teils stark zerklüfteten Gebirge dienen vorrangig der Weidewirtschaft.
Südlich des Golfs von Korinth liegt der Peloponnes, dessen einzige Verbindung zum Festland über den Isthmus von Korinth verläuft. Wie auf der griechischen Halbinsel erstrecken sich im Westen des Peloponnes junge Faltengebirge und im Osten weite Beckenlandschaften. Mehrere, tief ins Land schneidende Meeresbuchten lösen den Süden in vier fingerförmige Halbinseln auf.
Die ursprünglichen mediterranen Laub- und Mischwälder an der Küste und im Tiefland sind weitgehend der Busch- und Strauchformation der Macchie gewichen, die hier Phrygana heißt. Neben Steineichen, Myrthe und Mastixstrauch sind Ölbäume, Pinien und Zypressen weit verbreitet. In den Gebirgen wachsen in 700–1200 m Höhe Laub abwerfende Bäume, die oberhalb der Baumgrenze in alpine Matten übergehen.
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