Lexikon
Griechenland
Altertum
Griechenland ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Um 1900 v. Chr. entstand aus der Unterwerfung der ägäischen Urbevölkerung (ägäische Kultur) durch einwandernde indogerman. Stämme (Achäer, Ionier) die mykenische Kultur, die gegen Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. durch die Verschiebungen der Ägäischen Wanderung in langen Kämpfen zugrunde ging. Die Zeit von etwa 750 bis 550 v. Chr. war die der großen Kolonisation. Gleichzeitig übernahm in Griechenland fast überall der Adel anstelle des Königtums die Macht.
Im 6. Jahrhundert v. Chr. lösten demokratischen Staatsformen die Adelsherrschaft ab. Die führenden Stadtstaaten (Polis) in Mittelgriechenland waren Athen und Korinth. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde Sparta als Hauptstadt des Peloponnesischen Bundes Vormacht Griechenlands. In den Perserkriegen 490–479 v. Chr. wurde das Vordringen der persischen Weltmacht nach Europa verhindert. Athen als Führungsmacht schloss sich mit den griechischen Städten im Attischen Seebund 478/77 v. Chr. zusammen. Das Perikleische Zeitalter brachte Athen eine Blütezeit der Kultur. Im Peloponnesischen Krieg (431–404) verlor Athen seine Vormachtstellung an Sparta. Sie beendete der Thebaner Epaminondas in mehreren Schlachten 371 v. Chr. (Schlacht bei Leuktra). Der Streit zwischen Theben und Phokis machte Philipp II. von Makedonien nach der Schlacht von Chaironeia 338 v. Chr. zum Herrscher über Griechenland. Sein Sohn Alexander der Große eroberte das Persische Reich und gründete zwischen Balkan, Nil und Indus ein Weltreich, geprägt von der griechischen Kultur (Hellenismus). Es zerfiel später in verschiedene Diadochenreiche. In das Machtvakuum im östlichen Mittelmeer stießen die Römer, die Griechenland 146 v. Chr. ihrem Herrschaftsbereich angliederten. Bei der Reichsteilung 395 n. Chr. kam Griechenland an das Oströmische Reich.
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