Lexikon
Kambọdscha
Bevölkerung
Die überwiegend buddhistische Bevölkerung besteht zu 85% aus dem Volk der Khmer, einem hinterindischen Volk mit austroasiatischer Sprache. Größte Minderheit sind die knapp 4% Vietnamesen, die vor allem nach dem Ende des Pol-Pot-Regimes in den 1980er Jahren eingewandert sind. Überwiegend in den Städten leben die 2% Chinesen. Daneben gibt es noch einige Lao, islamische Cham und die als Moi bezeichneten Angehörigen verschiedener Bergvölker.
Rund 80% aller Einwohner leben im Tiefland am Mekong und um den Tonlé Sap, vorwiegend in Dörfern. Die Siedlungen liegen meist auf breiten Uferwülsten, auf deren Rückseiten sich manchmal bis zu 1000 ha große „Wassertümpel“ (beng) anschließen. Während der Herrschaft der Roten Khmer waren die meisten Städte nahezu entvölkert. Inzwischen leben wieder rund 19% der Bevölkerung in Städten und der Zuzug hält an. Aufgrund der hohen Geburtenrate und den jahrelangen kriegerischen Wirren hat Kambodscha eine vergleichsweise junge Bevölkerung mit einem hohen Frauenüberschuss.
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