Lexikon

programmierter Unterricht

eine zuerst in den USA (S. L. Pressey 1926; B. F. Skinner 1954) entwickelte Unterrichtsform, die seit 1963/64 auch in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Der Unterricht wird durch genau festgelegte Lernschritte geplant; Lerntempo und Lernweg kann der einzelne Schüler selbst bestimmen; Fehler sollen durch die Programmierung weitgehend ausgeschaltet werden. Der Lernstoff kann durch Bücher oder von Lehrmaschinen dargeboten werden. Der Lehrer tritt dabei sehr stark zurück; seine Tätigkeit beschränkt sich auf gelegentliche Beratung. Die hohen Erwartungen, die an diese individualisierte Unterrichtsform geknüpft wurden, haben sich nicht erfüllt; vor allem nicht, weil sie zu wenig Raum für kreative Einfälle und Erkenntnisse lässt. Nach den Prinzipien des programmierten Unterrichts wird vor allem im Sprachlabor verfahren.
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