Lexikon
Romạnik
Malerei und Mosaik
Die Reste romanischer Glas- (Augsburger Prophetenfenster, 1130) und Wandmalerei (Reichenau-Oberzell 10./11. Jahrhundert; Bonn-Schwarzrheindorf, um 1151) zeigen ebenso wie Wandteppiche (Teppich von Bayeux, 1070) stilistische Ähnlichkeit mit der Plastik, aber auch mit byzantinischer Malerei. Diese beeinflusste insbesondere die Mosaikkunst in Sizilien und Venedig. Das auf Holz gemalte Tafelbild blieb vor allem in Nord- und Mitteleuropa noch die Ausnahme (gemalte Retabel aus Soest im Landesmuseum Münster), während die Miniaturmalerei aufgrund zahlreicher neuer Gattungen (Heiligenlegenden, Kommentare, Enzyklopädien) neben den älteren (Psalter, Evangeliare) und dem neuen Bedarf an Bibeln (Chorgebet und Refektoriumslesungen) zu einer Blüte gelangte. Die Figuren sind streng linear umrissen, unter dem Gewand kaum als Körper greifbar, die Faltengebung ist geometrisiert, die Farbflächen sind hart begrenzt, die Aktion rein gestisch formuliert. Darstellungsgrößen und Figurenanordnung folgen eher der inhaltlichen Bedeutung als dem szenisch Dargestellten.
- Einleitung
- Baukunst
- Großplastik
- Kleinplastik und Kunstgewerbe
- Malerei und Mosaik
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