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LEXIKON

Theater an der Wien

1801 von dem Schauspieler, Sänger und Librettisten Emanuel Schikaneder gegründetes Theater; zum Ensemble gehörten u. a. F. Raimund und J. Nestroy als Autoren und Schauspieler. Ur- und Erstaufführungsort wichtiger Opern und Operetten („Fidelio“ 1805; „Die Fledermaus“ 1874; „Die Lustige Witwe“ 1905). Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Theater an der Wien für zehn Jahre Spielstätte der Wiener Staatsoper; ab Ende der 1960er Jahre erlebten erfolgreiche (Broadway-)Musicals hier ihre deutschsprachige Erstaufführung („Der Mann von La Mancha“ 1968; „Evita“ 1981; „Das Phantom der Oper“ 1988). 1987 wurden zwei weitere Häuser angegliedert (Ronacher Theater und Haus am Naschmarkt); seitdem werden die Theater als „Vereinigte Bühnen Wien“ geführt. Erfolgreichste Musical-Produktionen (unter der Intendanz von Peter Weck) waren A. Lloyd Webbers „Cats“ (19831988) sowie „Elisabeth“ von Sylvester Levay und Michael Kunze (19921998); das Haus wird ab 2006 auch wieder als klassisches Opernhaus genutzt.
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