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Maradona zaubert seine Elf zum Sieg

Im Finale der XIII. Fußballweltmeisterschaft besiegt Argentinien die deutsche Mannschaft mit 3:2. Argentiniens Spielmacher Diego Armando Maradona wird von den Journalisten zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Maradonas "Hand Gottes"

Im Azteken-Stadion von Mexiko-City sicherten sich die Südamerikaner vor 117.000 Zuschauern zum zweiten Mal nach 1978 den Titel. Mit Moral und Kampfkraft gelang es der deutschen Mannschaft durch Rummenigge und Völler, einen 0:2-Rückstand zu egalisieren, ehe Burruchaga in der 86. Minute die Entscheidung herbeiführte.

Mit dem Sieg der argentinischen Mannschaft trug eine intuitive, von Phantasie, Ballbeherrschung und Schnelligkeit geprägte Fußballschule den verdienten Triumph davon. Die Inkarnation dieser Fußballauffassung trug den Namen Maradona, der sich als Spielmacher und Vollstrecker während der gesamten WM kein einziges schwaches Spiel erlaubte. Sowohl im Viertelfinale gegen England (2:1) als auch im Halbfinale gegen Belgien (2:0) schoss er jeweils beide Treffer für seine Mannschaft. Beim ersten Treffer gegen England nahm Maradona, vom Schiedsrichter unbemerkt, die Hand zu Hilfe. Maradona, der zunächst alles abstritt, versöhnte Freund und Feind mit den berühmt gewordenen Worten: "Es war ein Treffer durch die Hand Gottes."

Die erstmals von "Teamchef" Franz Beckenbauer trainierte DFB-Auswahl wurde erneut ihrem Ruf als Turniermannschaft gerecht. Nach schwachem Beginn mit einem 0:2 gegen die Dänen qualifizierte sie sich als Zweiter der Vorrundengruppe E durch ein mühsames 1:0 gegen Marokko (Torschütze: Lothar Matthäus in der 88. Minute), ein 4:1 nach Verlängerung und Elfmeterschießen gegen Gastgeber Mexiko und ein 2:0 gegen Frankreich für das Finale. Kläglich war die Torausbeute: Nur acht Treffer im Verlauf der regulären Spielzeit, davon jeweils zwei im Halbfinale und im Finale, belegten die deutsche Abschlussschwäche. Weniger Tore schoss eine bundesdeutsche Auswahl nur bei der WM 1962 in Chile (4).

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