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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

fressen

frs|sen
V.
41, hat gefressen
I.
o. Obj.
1.
Nahrung zu sich nehmen
(von Tieren); einem Tier zu f. geben
ihm Futter geben
2.
derb
sehr viel essen;
er isst nicht, er frisst
3.
derb
unmanierlich, unappetitlich essen
II.
mit Akk.
1.
als Nahrung zu sich nehmen
(von Tieren); der Wolf frisst Schafe, frisst Fleisch; der Gorilla frisst Pflanzen
2.
derb
essen
(von Menschen); er hat den ganzen Kuchen gefressen; ich habe das Kind zum Fressen gern
ugs.
sehr gern;
den, das habe ich gefressen!
ugs.
den, das kann ich nicht leiden
3.
übertr.
verbrauchen;
diese Heizung frisst viel Öl
4.
derb
verstehen, begreifen;
jetzt hat er es endlich gefressen
5.
durch Nahrungsaufnahme verursachen;
die Motten haben Löcher in das Polster gefressen; das Haus hat ein großes Loch in unser Konto gefressen
6.
durch Nahrungsaufnahme in einen Zustand bringen;
ihr fresst mich ja noch arm!; den Napf leer f.
III.
mit Präp.obj.
1.
an etwas f.
etwas langsam verletzen, zerstören;
der Kummer, die Reue frisst an ihr, an ihrem Herzen
2.
um sich f.
sich zerstörerisch ausbreiten;
das Geschwür frisst weiter um sich
IV.
refl.
1.
sich in etwas f.
zerstörend in etwas eindringen;
die Säure frisst sich in den Stoff
2.
ugs.
sich durch Essen in einen Zustand bringen;
sich dick und rund f.
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