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Schulabschluss und dann? Der lange Weg bis zum ersten Job

522.200 Ausbildungsverträge wurden im Ausbildungsjahr 2013/14 laut Berufsbildungsbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung neu abgeschlossen. Und auch in diesem Jahr machten Hunderttausende pünktlich zum Ausbildungsbeginn am 1. August bzw. 1. September wieder die ersten Schritte in ihrem Berufsleben. Doch selbst bis zu diesen ersten Schritten ist es meist ein weiter, mühsamer Weg.

Schließlich haben Schulabgänger einige wichtige und zukunftweisende Entscheidungen zu treffen: Welcher Fachbereich, welche Branche kommt für mich infrage? Ausbildung oder Studium? Bei welchen Unis oder Betrieben bewerbe ich mich?

Inforgrafik zum Thema Berufsauswahl und Karriereplanung
Komplexe Materie - Schulabgänger haben einige wichtige und zukunftweisende Entscheidungen zu treffen

In eine berufliche Richtung orientieren

Bevor man Entscheidungen hinsichtlich seiner beruflichen Zukunft treffen kann,  sollte man eine möglichst konkrete Vorstellung davon haben, was man später einmal machen will. Hierzu gilt es, die eigenen Interessen auszuloten und sich vor Augen zu führen, was einem Spaß macht, wo die eigenen Stärken liegen und in welchen Berufen man sich am besten verwirklichen kann. Zumindest ein bestimmter Fachbereich oder eine Branche kristallisiert sich hier oftmals schon heraus.

Natürlich können auch die beruflichen Perspektiven, die verschiedene Branchen mit sich bringen, einen wesentlichen Einfluss auf die eigene Entscheidung ausüben. Letztlich darf man jedoch nicht vergessen, dass man in der Branche, für die man sich nach seinem Schulabschluss entscheidet, mitunter sein ganzes Leben lang arbeiten wird. Insofern sollte dem Faktor Interesse an der jeweiligen Tätigkeit tatsächlich die größte Bedeutung beigemessen werden.

Studium oder Ausbildung?

Voraussetzung für ein Studium ist in der Regel das Abitur oder zumindest das Fachabitur. Bisweilen erübrigt sich also die Frage, ob eine Ausbildung oder doch eher ein Studium besser zu einem passt. Grundsätzlich sollte man sich jedoch über seine langfristigen Ziele im Klaren sein, bevor man einen solchen Entschluss trifft. Auszubildende werden zwar schon zu Beginn ihrer Ausbildung bezahlt, sammeln sofort praktische Berufserfahrung und sind meist früher unabhängig, die Karrierechancen und die Aussichten auf ein hohes Gehalt sind jedoch im Anschluss an ein Studium für gewöhnlich größer.

Im Idealfall hat ein Schulabgänger aber ohnehin schon erste berufspraktische Erfahrungen gesammelt und konkrete Vorstellungen davon, welchen Job er später in etwa ausüben möchte. In solchen Fällen ist relativ schnell klar, welchen Weg, Ausbildung oder Studium, er zu wählen hat.

Wo bewerbe ich mich?

Selbst dann, wenn man sich für ein Studium oder eine Ausbildung entschlossen hat, ist man längst noch nicht am Ziel. Denn es gibt vielerlei Möglichkeiten, ein Studium oder eine Ausbildung zu absolvieren. Bildungseinrichtungen wie Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien kommen für ein Studium infrage, Auszubildende können zwischen einer dualen Ausbildung sowie einer schulischen Ausbildung an Berufsfachschulen wie den WBS Schulen wählen.

Während die Lehrinhalte in Universitäten eher von theoretischer Natur sind, erhalten sie in Fachhochschulen zumeist einen stärkeren Praxisbezug, der sich in Berufsakademien noch einmal wesentlich steigert. Ähnlich verhält es sich mit der dualen und der schulischen Ausbildung: Die schulische Ausbildung hat tendenziell einen geringeren Praxisbezug als ihr duales Pendant.

Die Vielzahl der zu treffenden Entscheidungen verdeutlicht: Es ist gewiss kein leichtes, sich heutzutage zielsicher und langfristig richtig beruflich zu orientieren. Nähere Informationen zu diesem Thema und Orientierungshilfen liefert die Bundesagentur für Arbeit.

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