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Tobias Regner

Man kann beim besten Willen nicht behaupten, beim Erfolgs-TV-Format „Deutschland sucht den Superstar“ handele es sich um eine weitgehend berechenbare Veranstaltung, deren Ergebnis für jeden einigermaßen aufgeweckten Beobachter vorhersehbar sei. Mit dem 23-jährigen Tobias Regner ging aus Staffel 3 der RTL-Talent-Show ein Sänger als Sieger hervor, den ein paar Wochen zuvor kaum einer auf der Rechnung hatte. Letzten Endes setzte sich der aus dem oberbayerischen Teisendorf stammende Musiker nicht nur gegen die ursprünglich 14.000 DSDS-Bewerber durch, sondern vereinte nach den wochenlangen K.O.-Runden im Rahmen der neun „Motto Shows“ in der Final-Show am 18. März die meisten Zuschauerstimmen auf sich.

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Superstar-Gewinner Tobias Regner

Mit dem 23-jährigen Tobias Regner ging aus Staffel 3 der RTL-Talent-Show ein Sänger als Sieger hervor, den ein paar Wochen zuvor kaum einer auf der Rechnung hatte.

Doch so überraschend der ungefährdete Durchmarsch des Metallica-Fans Regner für viele Medien-Beobachter, die sich z. T. früh auf andere, vermeintlich aussichtsreichere Kandidaten festgelegt hatten, auch war, so neidlos mussten die ausgeschiedenen Konkurrenten sein unbestreitbares Talent anerkennen. Keine Wunder also, dass der Zweitplatzierte Mike Leon Grosch den Sieg seines Widersachers am Abend der Entscheidung ohne zu zögern mit den Worten „Deutschland hat einen würdigen Superstar!“ kommentierte.
Dass der sympathische Bayer tatsächlich das Zeug dazu hat, im Musikbusiness zu bestehen, zeigte sich bereits eindrucksvoll in den Tagen nach dem spektakulären Sieg. Souverän, als habe er in seinem Leben nie etwas anderes getan, stellte sich Regner den Fragen der unzähligen Radio-, Print- und TV-Journalisten, absolvierte einen TV-Promotion-Marathon (u. a. TV Total und Stern TV) und stand auf der Urlaubsinsel Mallorca für sein erstes Video vor der Kamera. Zur Weltpremiere am Veröffentlichungstag von „I Still Burn“ – gerade mal sechs Tage nach seinem Sieg – war der DSDS-Triumphator dann bereits wieder in den Berliner VIVA-Studios zur Stelle, um den Clip persönlich anzusagen. Fazit der ersten sechs Tage: 3000 Flugkilometer, 82 Interviews, drei verlorene Kilos, 21 Stunden Schlaf, genau zwei Mahlzeiten, die am Tisch und nicht im Rennen eingenommen wurden, eine nicht mehr zählbare Menge von gegebenen Autogrammen und ein trotz des Stresses unabänderlich gut gelaunter Tobias Regner, der die Medienpartner mit seiner Professionalität beeindruckte.

Eine Woche später dann die verdiente Erfolgsmeldung: Unangefochten setzte sich „I Still Burn“ sofort an die Spitze der Media Control Single Charts, und auch in Österreich und in der Schweiz enterte die unverschämt eingängige Powerrock-Ballade die Verkaufshitliste auf Position Eins und stellt auch noch zwei Rekorde auf: Seit zwei Jahren wurde keine Single in einer Woche so häufig verkauft, und seit Erfassung von Downloads wurde kein Titel so häufig legal heruntergeladen. Der Song aus der Feder von Peter Wright und Jess Cates (u. a. am Backstreet-Boys-Hit „Incomplete“ beteiligt) stammende Titel wurde – wie auch das gesamte Debütalbum - vom Berliner Valicon-Produktions-Team Brix, Bernd Wendlandt und Ingo Politz produziert, das in den vergangenen Jahren u. a. Chart-Acts wie Silbermond hervorgebracht hatte.

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Tobias Regner: Straight

Am 28. April 2006 erschien mit „Straight“ schließlich Tobias Regners Debüt-Album, das selbstverständlich auch seine erste Hitsingle enthält. Die dreizehn Songs des Longplayers vereinen darüber hinaus einige der renommiertesten Songwriter unserer Zeit, wie z. B. Desmond Child, der bereits Welthits für Kiss, Aerosmith und Cher schrieb und den Song „Homeless Heart“ beisteuerte.

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