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Wirkung des elektrischen Stromes auf den Menschen

Warnschild Stromschlaggefahr
Ein Stromschlag kann böse Folgen haben.
Er gehört zum Alltag wie kaum ein anderer Bestandteil. Häufig fällt gar nicht mehr auf, wie oft er benutzt wird, sodass er inzwischen zur Selbstverständlichkeit avanciert ist: Ob Computer, Fernseher oder Küchengeräte – sie alle benötigen Strom, um zu funktionieren. So wichtig und notwendig er jedoch für Alltag, Industrie und Arbeitsleben ist, so schädlich und lebensbedrohlich ist er für den menschlichen Körper. Dieser Beitrag erklärt, in welcher Form elektrischer Strom auf den Menschen wirkt und wo der Unterschied zwischen einem Stromunfall im Nieder- und Hochspannungsbereich liegt.

Eine kurze Begriffserklärung zum Thema Strom

Das Wort „Strom“ wurde erst im 18. Jahrhundert mit der heutigen Bedeutung geprägt. Vorher war der Begriff hauptsächlich in Gebrauch, um ein „fließendes Gewässer“ zu umschreiben. Heute kommt den meisten Verbrauchern beim Wort „Strom“ vor allem das Thema Stromversorgung in den Sinn. In der gegenwärtigen Zeit ist es möglich, elektrischen Strom von vielen verschiedenen Anbietern zu beziehen, um zu Hause Gerätschaften zu verwenden als auch um nicht im Dunklen zu sitzen. Dass dabei jedes Jahr diverse Kosten anfallen, ist kein Geheimnis, weshalb es sich lohnt, bei Vergleichsportalen wie Stromvergleich.de jährlich die Tarife zu vergleichen und im Fall der Fälle einen Wechsel zu einem günstigeren Anbieter vorzunehmen. Online ist das mit wenigen Informationen und Klicks erledigt.

Wer dem Strom im Allgemeinen näherkommen möchte, muss sich mit seiner Zusammensetzung beschäftigen, sprich mit Elektronen. Das sind die kleinen elektrischen Ladungsträger, die in Bewegung dafür sorgen, dass der Strom fließt. Im Alltag gelangt der Strom durch metallische Leiter in die bevorzugten Geräte. Dadurch wird der Kontakt von elektrischem Strom mit dem menschlichen Körper verhindert. Allerdings kann es sowohl im Haushalt als auch auf der Arbeit zu Stromschlägen oder anderen Arten von Stromunfällen kommen. Aus verschiedenen Gründen ist elektrischer Strom sehr gefährlich und lebensbedrohend für den menschlichen Körper. Ein Grund ist beispielsweise, dass alle im Körper enthaltenen Flüssigkeiten den Strom leiten.

Bei einem Stromunfall sind vor allem Einwirkzeit und Stromstärke entscheidend. Es besteht ein Unterschied zwischen Stromschlägen im Nieder- und Hochspannungsbereich. Ersterer ist Haushaltsstrom, der sich insbesondere auf das Herz auswirken kann. Letzterer sind beispielsweise Hochspannungsleitung, die bei einem Unfall häufig äußerliche und innerliche Verbrennungsverletzungen verursachen.

Die Auswirkungen von Strom auf den menschlichen Körper in drei Phasen

Wirkung auf physiologischer Ebene

Laut vbg.de ist eine der großen Gefahren von elektrischem Strom die physiologische Auswirkung auf den Körper. Diese zeigt sich, wenn der einwirkende Strom größer ist als der eigene Körperstrom in den Nervenbahnen. Dadurch kommt es zu Verkrampfungen in den Muskeln. Häufig ist es dann nicht möglich, den berührten Gegenstand loszulassen. Des Weiteren kommt es zu einem viel schnelleren Herzschlag, da das Herz versucht, den neuen Impulsen von außen zu folgen. Eine Folge dessen sind Herzrhythmusstörungen, die im schlimmsten Fall Kammerflimmern auslösen und zu einem Kreislaufstillstand führen. Resultierend daraus entsteht ein Sauerstoffmangel, der bereits nach minimaler Aussetzung zu einer Gehirnschädigung führt und den Tod zur Folge haben kann. Entscheidend sind dabei sowohl die Stärke des einwirkenden Stroms als auch die Dauer der physiologischen Einwirkung. Anhand verschiedener wissenschaftlicher Studie herrscht kein Zweifel, dass eine Stärke von 50 mA tödlich für den Menschen enden kann.

Thermische Einwirkungen auf den menschlichen Körper

Eine andere Wirkungsweise von elektrischem Strom auf den menschlichen Körper ist die thermische Einwirkung, die auch als Wärmewirkung bezeichnet wird. Diese führt bei einer sehr starken Stromzufuhr zu Verbrennungen, welche sowohl an der Eintrittsstelle als auch an der Austrittswunde entstehen. Das bedeutet, dass es sich hierbei nicht nur um verbrannte Haut, sondern auch um Verbrennungen im Inneren des Körpers handelt. Ist eine Person sogenannten „Lichtbögen“ ausgesetzt und trägt „Lichtbogenverletzungen“ davon, sind die Körperteile häufig schwer verbrannt. Als Konsequenz von stark verkohlten Hautpartien und inneren Verletzungen ist eine überbelastete Nierenfunktionalität nicht selten. Letztere kann im Ernstfall den Tod bedeuten.

So wirkt sich elektrischer Strom chemisch auf den Menschen aus

Die dritte Möglichkeit der Auswirkungen von elektrischem Strom auf den menschlichen Körper ist die chemische Wirkung. Hierbei gilt es zu beachten, dass sich die Folgen einer chemischen Wirkung nicht immer sofort und unmittelbar nach dem Stromschlag zeigen müssen. Häufig ist es sogar so, dass diese Auswirkungen erst ein paar Tage nach dem Stromunfall deutlich werden. Es handelt sich in der Regel um sehr schwere und schädliche Vergiftungen. Hervorgerufen werden diese besonders durch eine dauerhafte Einwirkung des elektrischen Stroms. Dadurch kommt es zu einer Reaktion im Blut, wodurch es elektrolytisch aufgelöst wird.

Stromkabel einer Steckdose
Die mit Abstand meisten Elektrounfälle, etwa 60–70 Prozent, passieren mit "Haushaltsstrom".

Unterschiede zwischen Unfällen im Nieder- und Hochspannungsbereich

Wie eingangs kurz erwähnt kommt es bei Stromunfällen im Niederspannungsbereich, also beispielsweise bei einem Stromschlag durch Haushaltsstrom, zu Auswirkungen auf das Herz. Darüber hinaus sorgen solche Stromunfälle wie auf bgetem.de erklärt auch für physiologische Auswirkungen. Damit ist das mechanische Zusammenziehen von Muskeln gemeint, wodurch es beispielsweise zu Abrissen eben dieser und zudem zu Sehnenabrissen oder auch Zerrungen kommen kann.

Bei Stromunfällen im Hochspannungsbereich ist die Wirkung des elektrischen Stromes auf den menschlichen Körper etwas anders. Hier passieren vor allem Verbrennungen, die sich innerlich und äußerlich manifestieren. Das ist den hohen Temperaturen geschuldet, die bei den „Lichtbogenverletzungen“ entstehen. Bei einem direkten Stromschlag sind meistens innen liegende Gewebebereiche betroffen. Dadurch kommt es zum Stillstand des Herzens, zu Nervensystemstörungen, welche anhand von neurologischen Problemen zu erkennen sind, als auch zu Schädigungen an den Gefäßen. Langzeitfolgen wie Defekte an der Muskulatur sind im Hochspannungsbereich ebenfalls möglich.  

Hilfreiche Tipps für den Notfall: Was ist als Ersthelfer zu tun?

Wenn es zu einem Stromunfall kommt und Verbraucher als Ersthelfer am Ort des Geschehens sind, gibt es einige Dinge, die sofort getan werden können. Dazu gehört beispielsweise, dass sofort die Stromquelle, also der Hauptschalter, außer Kraft gesetzt wird. Wichtig ist, dass dieser Schritt zuallererst erfolgt. Erst danach ist es sinnvoll, die verunfallte Person zu berühren. Andernfalls kann der elektrische Strom auf den Ersthelfer übergreifen. In jedem Fall ist der Notruf unter 112 zu verständigen. Wenn die Person bewusstlos ist, ist eine Herz-Lungen-Wiederbelebung eine sofortige Rettungsmaßnahme. Bei Verbrennungen durch den Strom gilt es die Haut am besten mit kühlem Wasser zu versorgen.

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