Lexikon

finnische Literatur

Im Gegensatz zu einer finnländischen Literatur, die sich der schwedischen Sprache bedient (da Finnland bis 1809 politisch zu Schweden gehörte), versteht man unter finnischer Literatur eigentlich nur das Schrifttum in ursprünglicher finnischer Sprache. Diese finnische Literatur machte sich erst seit 1800 maßgeblich bemerkbar. Vor allem ist hier E. Lönnrot zu nennen, der aus anonymen Volksliedern und -balladen den Kalevala (1849) zusammenstellte und damit das Nationalepos des finnischen Volkes schuf. A. Kivi brachte mit seinem heute weltberühmten Roman „Die sieben Brüder“ 1870, deutsch 1921, den Anschluss an den Realismus und an europäisches Bewusstsein. Seitdem vereinen sich in der finnischen Literatur immer wieder nationale und soziale Elemente, wobei Zeitgeist und Kulturstand aus dem Volkstum heraus interpretiert erscheinen. Namen wie J.Aho, M. Canth, O. Manninen, V. A. Koskenniemi, E. Leino, T. Pakkala, E. A. Vuorela besitzen europäischen Rang, während der Nobelpreisträger F. E. Sillanpää Weltgeltung erlangt hat. Unter den Jüngeren haben vor allem L. Viljanen, M. Waltari und besonders V. Meri Beachtung gefunden.
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