Lexikon
französische Literatur
Provençalische Literatur
Die weltliche Lyrik erreichte ihren ersten Höhepunkt mit den Troubadours der Provence (provençalische Literatur). Romanzen und Pastorellen stellten dramatisch bewegte Liebeswerbungen dar. Mit der Verlagerung der Literaturproduktion vom Hof in die Stadt erhielt die Lyrik eine realistische und politische Note (Rutebeuf), ebenso die moralisierenden Kurzerzählungen (Fabliaux) des 13. und 14. Jahrhunderts. Erbaulich-lehrhafter Inhalt verbarg sich auch in den Allegorien des Rosenromans, der jahrhundertelang weiterwirkte. Das Mysterienspiel, der Beginn des französischen Dramas, entstand aus der Feiertagsliturgie, löste sich aber bald von der Kirche; weltliche Schauspielergesellschaften bildeten sich, das komische Element sonderte sich ab und wurde später als Hanswurstspiel (Sottie), Farce und Moralität im Bürgertum beliebt. Es entstand eine Theorie der Dichtkunst. Selbst F. Villon, der erste große französische Lyriker, ist ihr verpflichtet.
- Einleitung
- Provençalische Literatur
- Renaissance
- Klassik
- Aufklärung
- Romantik
- Vom Realismus bis zur Gegenwart
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