Lexikon
französische Literatur
Aufklärung
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts zog ein empfindsamer Ton in die Literatur ein. Der Glaube an die Allmacht der Vernunft (raison) begann zu wanken. Auch soziale Tendenzen machten sich in Drama und Roman zaghaft bemerkbar (P. de Marivaux, A. R. Lesage). In der Geschichtsbetrachtung, der Rechtsphilosophie (C. de Montesquieu) und auf dem Gebiet der literarischen Kritik löste man sich von außermenschlichen Normen (Voltaire). Fortschrittsglaube, Toleranz und eine naturwissenschaftlich-empirische Methode kennzeichnen dieses „Zeitalter Voltaires“. Typisch für diese Richtung war das Unternehmen der Encyclopédie (D. Diderot u. a.), die neben der reinen Wissensvermittlung auch einen volksaufklärerischen Anspruch besaß. Die sozialen und demokratischen Tendenzen der Komödie (P. A. C. de Beaumarchais) wiesen auf den Vorabend der Französischen Revolution.
Wissenschaft
Weltraumschrott wird museumsreif
Der Weltraum – unendliche Weiten voller Müll. Aufräumen? Ja, aber bitte mit Bedacht, fordern Archäologen. von DIRK HUSEMANN Die rätselhafte Kugel aus Metall reichte James Stirton bis zu den Knien. Sie sah zusammengeschmolzen aus. „Was um alles in der Welt ist das?“, fragte sich der australische Farmer. Und wer hatte die Kugel im...
Wissenschaft
Die Schattenpandemie
Millionen Menschen leiden unter den Spätfolgen einer Corona-Erkrankung. Die Forschung zu Long Covid und den Ursachen ist komplex. von MARTIN W. ANGLER Es ist kurz vor Mitternacht, als mich die Ärztin in der Notaufnahme an den Tropf hängt. Bluthochdruckkrise mit Anfang 40. Wie kann das sein? Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol...