Lexikon
französische Literatur
Aufklärung
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts zog ein empfindsamer Ton in die Literatur ein. Der Glaube an die Allmacht der Vernunft (raison) begann zu wanken. Auch soziale Tendenzen machten sich in Drama und Roman zaghaft bemerkbar (P. de Marivaux, A. R. Lesage). In der Geschichtsbetrachtung, der Rechtsphilosophie (C. de Montesquieu) und auf dem Gebiet der literarischen Kritik löste man sich von außermenschlichen Normen (Voltaire). Fortschrittsglaube, Toleranz und eine naturwissenschaftlich-empirische Methode kennzeichnen dieses „Zeitalter Voltaires“. Typisch für diese Richtung war das Unternehmen der Encyclopédie (D. Diderot u. a.), die neben der reinen Wissensvermittlung auch einen volksaufklärerischen Anspruch besaß. Die sozialen und demokratischen Tendenzen der Komödie (P. A. C. de Beaumarchais) wiesen auf den Vorabend der Französischen Revolution.
Wissenschaft
Der Todbringer
Süditalien verliert seine Olivenbäume, Mallorca seine Mandeln, Frankreich bangt um seinen Wein. Ein unsichtbarer Feind dringt nach Europa ein: das Bakterium Xylella fastidiosa. von ROMAN GOERGEN Die süditalienischen Landschaften sehen aus wie nach einem Feuer, doch es hat nicht gebrannt. In weiten Teilen Apuliens stehen...
Wissenschaft
Schlafprobleme
Manchmal steckt Forschung in der Sackgasse: Alle Hypothesen, die man aus der vorhandenen Evidenz zu einem ungeklärten Problem formulieren konnte, sind durchgetestet – aber wirklich neue Erkenntnisse sind nicht hinzugekommen. Was kann man in solchen Fällen tun? Vor etwa 20 Jahren schien die Schlafforschung genau in dieser Klemme...
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