Lexikon

Gnade

Religion
lateinisch gratia, im Christentum die sich im Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi erweisende Huld Gottes gegenüber dem Menschen (Rechtfertigung). Keinem durch vorangehendes Verdienst geschuldet, ist die Gnade ganz in der Freiheit Gottes und in freier Gnadenwahl (Prädestination) begründet.
Die katholische Gnadenlehre kennt die heilig machende Gnade (Gnadenstand), durch die Gott den Menschen zu seinem Kind macht. Diese Gnade wird aufgrund schwerer Sünden verloren, kann aber in der vollkommenen Reue und im Bußsakrament wiedergewonnen werden. Daneben kennt die katholische Lehre die helfende Gnade, in der Gott den Menschen zum Heil bewegt.
Die protestantische Gnadenlehre betont die Gnade als stets unverdientes Geschenk, das bis zur Todesstunde angeboten bleibt. Einen bleibenden Gnadenstand lehnt die protestantische Dogmatik ebenso ab wie jegliches Verdienst des Menschen vor und nach dem Glauben.
Frau, Ferne, Vergessen
Wissenschaft

Der Sinn des Vergessens

Es ist lästig, sich an etwas nicht erinnern zu können. Aber dass wir nicht alles im Gedächtnis behalten, ist eine lebenswichtige Leistung des Gehirns. von rolf heßbrügge Versäumte Termine, Versagen in Prüfungen, geistiger Verfall – Vergesslichkeit ist gefürchtet. Dabei hat es auch eine gute Seite, dass der Mensch vergessen kann:...

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