Lexikon

Goethe

Dichter des Sturm und Drang

Nach Frankfurt zurückgekehrt, war Goethe als Rechtsanwalt tätig und befreundet mit Maximiliane Brentano, J. H. Jung-Stilling, J. H. Merck. Es beginnt die sog. „Geniezeit“, in der Goethe Hymnen in freien Rhythmen verfasste („Wanderers Sturmlied“, „Prometheus“ oder „Mahomets Gesang“). Während einer Praktikantenzeit am Reichskammergericht in Wetzlar (Sommer 1772) lernte er J. C. Kestner und seine Braut Charlotte Buff kennen. Die aussichtslose Liebe zu Charlotte verarbeitete er im empfindsamen Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ (1774), der ihm Weltruhm einbrachte und ihn zum führenden Dichter des Sturm und Drang machte. Mit dem „Götz von Berlichingen“ (1773) schuf Goethe ein „Kraftgenie“ nach dem Vorbild Shakespeares, es entstanden der „Urfaust“ (1775), der erst 1887 in einer Abschrift wiedergefunden wurde, und die Dramen „Clavigo“ (1774) und „Stella“ (1776). Nur eine Episode blieb seine Verlobung mit Lili Schönemann. Für seine weitere literarische Entwicklung förderlich wurde der Kontakt zu F. G. Klopstock und eine erste Reise in die Schweiz, wo er J. K. Lavater und J. J. Bodmer aufsuchte.
  1. Einleitung
  2. Ausbildung und literarische Anfänge
  3. Dichter des Sturm und Drang
  4. Karriere in Weimar, 1. Italienische Reise und Hinwendung zur Klassik
  5. 2. Italienische Reise
  6. Goethe und Schiller
  7. Goethes Spätwerk
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