Lexikon
Holbrooke
Richard Charles Albert, US-amerikanischer Diplomat und Investmentbanker, * 24. 4. 1941 New York, † 13. 12. 2010 Washington; begann seine berufliche Laufbahn im auswärtigen Dienst 1962 und war 1968/69 Mitglied der US-amerikanischen Delegation bei den Pariser Verhandlungen über einen Friedensschluss in Vietnam. 1972–1977 arbeitete er als Chefredakteur der Zeitschrift „Foreign Policy“. Im State Department war Holbrooke 1977–1981 Abteilungsleiter für Ostasien und den Pazifik sowie 1994–1996 für Europa und Kanada. In dieser Funktion hatte er 1995 entscheidenden Einfluss auf die Ausgestaltung des Friedensabkommens von Dayton. Holbrooke, der nach 1981 mehrere Jahre für die Bank Lehman Brothers arbeitete, vertrat die USA 1993/94 als Botschafter in Deutschland. Nach einem beruflichen Zwischenspiel Holbrookes bei der Investmentbank Credit Suisse First Boston berief ihn Bill Clinton zum US-amerikanischen Botschafter bei den Vereinten Nationen (1999–2001). Im Januar 2009 ernannte ihn US-Präsident Barack Obama zum Sondergesandten für Afghanistan und Pakistan.
Wissenschaft
Diagnose aus der Ferne
Dermatologen sind Vorreiter der Telemedizin – und werden dabei künftig von Künstlicher Intelligenz unterstützt. von FRANK FRICK Hautärzte sind bei der Telemedizin führend: Laut der Analyse des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts Goldstein Market Intelligence aus dem letzten Jahr entfallen weltweit rund 30 Prozent aller...
Wissenschaft
Leuchtende Forschungshelfer
Das grün fluoreszierende Protein und seine Nachfolger bringen Licht und Farbe in die Welt der Zellen: Sie sind unverzichtbare Werkzeuge der Mikroskopie – und neue Anwendungen stehen bevor. von JULIETTE IRMER Das grün fluoreszierende Protein, kurz GFP genannt, hat eine erstaunliche Karriere hinter sich: Millionen Jahre lang hatte...