Lexikon

indische Literatur

die Literatur der Länder des Indischen Subkontinents. Die ältesten Werke sind in Sanskrit verfasst (um 1000 v. Chr.). Am Beginn steht die Hymnensammlung des Rigveda („Veda der Hymnen“), der sich Veden der Lieder, Opfer- und Zaubersprüche anschließen. In den Upanishaden, die dem weiteren Kreis vedischen Schrifttums angehören, wurde ein Kerngedanke des indischen Lebensgefühls gedacht und entwickelt: der nie endende Geburtenkreislauf. Allmählich gewann auch die Profanliteratur an Bedeutung; zunächst entstanden die beiden Epen Mahabharata und Ramayana, dann auch eine reiche Fabel- und Erzählungsliteratur, die besonders in der Brihatkatha, im Panchatantra und im Werk des Somadeva auf die Weltliteratur gewirkt hat. An zahlreichen Fürstenhöfen blühte eine verfeinerte, nach starren Regeln und Stilforderungen geformte Kunstdichtung in den wichtigsten Gattungen der Lyrik (Spruchdichtung), des Epos, Romans und, als höchster Kunstform, des Dramas, dessen berühmteste Vertreter Bhasa (2. Jahrhundert), Vishâkhadatta (4./5. Jahrhundert) und Bhavabhuti (7. Jahrhundert) waren. Das Drama erstarrte aber bald in Schematik; auch die übrige Dichtung fand nur noch gelegentlich (Jayadeva) die Kraft zu großen Werken. Dafür entwickelte sich immer selbständiger die Literatur in den regionalen Sprachen (Hindi, Urdu, Bengali, Tamil, Telugu, Kannada). Darin hat das moderne Indien seine eigene Aussage gefunden, vor allem durch R. Tagore (Nobelpreis 1913), der ebenso Weltrang erlangt hat wie M. Iqbal und B. C. Chattopadhyaya. International besonders wahrgenommen wird die indoenglische Literatur, deren prominenteste Vertreter R. K. Narayan, A. Roy, S. Rushdie und V. Seth sind.
Verhaltensökologen der Universität Kopenhagen vergleichen das Klicken von zwei Kabeljau-Beständen. Dazu haben sie die Fische in einem großen Becken mit fest installierten Unterwassermikrofonen zusammengebracht. © Jeppe Have Rasmussen, Universität Kopenhagen
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Der Computer als Tierversteher

Biologen analysieren die Töne von Tieren, um ihr Verhalten besser erforschen zu können. Maschinelles Lernen ist dabei sehr nützlich. von TIM SCHRÖDER Sie kommen zusammen, wenn es an der Nordsee kalt und ungemütlich ist: im späten Winter, wenn die Stürme aus Nordwest das Wasser aufwühlen und große Brecher an die Küste donnern....

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Die Hirnforscher nutzen Organoide, um zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen zu können.

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