Lexikon
Italien
Apenninhalbinsel
Der vom äußersten Nordwesten (Ligurien) bis zur „Stiefelspitze“ (Kalabrien) verlaufende Apennin formt die eigentliche Halbinsel (Mittel- und Süditalien). Im Norden fällt das Gebirge zur ligurischen Seite steil, zur adriatischen Seite hingegen sanft ab. Seine Hänge sind oftmals zerklüftet und unwegsam, ein Hinweis auf die geologisch junge Entstehung des Faltengebirges. Im mittleren Teil, den Abruzzen, erreicht der Apennin im Gran Sasso d’Italia (2914 m) die größte Höhe, nach Süden löst er sich in einzelne, häufig kahle Gebirgsstöcke auf. Flüsse und Bäche führen dort nur im Winter und Frühjahr Wasser.
Vor allem im Westteil, am inneren Rand des Gebirgsbogens, bestimmen Hügellandschaften (z. B. in der Toskana) mit zahlreichen Becken, Talsenken und Flussniederungen (Arno, Tiber) das Bild. Die früher versumpften und malariaverseuchten Ebenen (Maremmen) an der buchtenreichen Küste sind seit dem 19. Jahrhundert weitgehend trockengelegt worden. Im Südosten zwischen der Monte-Gargano-Halbinsel, dem „Stiefelsporn“, erstreckt sich bis zum Ende des „Stiefelabsatzes“ ein fruchtbarer Küstenstreifen und ein stark verkarstetes Kalkplateau im Binnenland (Apulien).
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