Lexikon
künstliche Besamung
künstliche Befruchtungdie Übertragung von Samenflüssigkeit in die weiblichen Geschlechtsorgane mittels Pipette oder Samenkatheter, um eine Empfängnis ohne natürlichen Geschlechtsakt auszulösen. Die künstliche Besamung ist vor allem in der Rinderzucht, aber auch bei anderen Nutztieren verbreitet, da der aufwändige Transport zur Zusammenführung der Elterntiere entfällt. Außerdem kann der Samen hochwertiger Zuchtbullen bei dieser Methode optimal genutzt werden. Die Samenflüssigkeit wird in Besamungsstationen gewonnen und kann durch Tiefgefrieren ohne Qualitätseinbußen längere Zeit aufbewahrt werden.
Beim Menschen wird künstliche Besamung durchgeführt, wenn Impotenz des Mannes den Beischlaf unmöglich macht oder wenn z. B. der Samenerguss durch Verschluss der Samengänge nicht möglich ist oder wenn nur wenige lebensfähige Samen im Ejakulat enthalten sind (Insemination, Retortenkind). Bei Unfruchtbarkeit des Ehemanns besteht die Möglichkeit der Samenspende, als künstliche Besamung durch den Samen eines anderen Mannes (heterologe Insemination).
Die künstliche Besamung ist auch eine wichtige Methode in der Pflanzenzucht.
Wissenschaft
Mythos Varusschlacht
Wie kaum ein anderes historisches Ereignis hat die Varusschlacht den deutschen Nationalismus beflügelt. Und selten wurde in den letzten 500 Jahren ein historischer Ort so sehnsüchtig gesucht wie dieses legendäre Schlachtfeld. Am Ende hat ein metallurgischer Fingerabdruck Gewissheit gebracht. von ALEXANDRA BLOCH-PFISTER Die...
Wissenschaft
Im Insekten-Labor
Insekten können uns mehr nützen, aber auch mehr schaden, als gemeinhin angenommen wird. Das zu erforschen und neue Lösungen zum Wohl des Menschen zu entwickeln, ist das Ziel eines noch jungen Wissenschaftszweigs, der Gelben Biotechnologie. von MONIKA OFFENBERGER Der Evolutionsbiologe John Burdon Sanderson Haldane scherzte einst „...