Lexikon
künstliche Besamung
künstliche Befruchtungdie Übertragung von Samenflüssigkeit in die weiblichen Geschlechtsorgane mittels Pipette oder Samenkatheter, um eine Empfängnis ohne natürlichen Geschlechtsakt auszulösen. Die künstliche Besamung ist vor allem in der Rinderzucht, aber auch bei anderen Nutztieren verbreitet, da der aufwändige Transport zur Zusammenführung der Elterntiere entfällt. Außerdem kann der Samen hochwertiger Zuchtbullen bei dieser Methode optimal genutzt werden. Die Samenflüssigkeit wird in Besamungsstationen gewonnen und kann durch Tiefgefrieren ohne Qualitätseinbußen längere Zeit aufbewahrt werden.
Beim Menschen wird künstliche Besamung durchgeführt, wenn Impotenz des Mannes den Beischlaf unmöglich macht oder wenn z. B. der Samenerguss durch Verschluss der Samengänge nicht möglich ist oder wenn nur wenige lebensfähige Samen im Ejakulat enthalten sind (Insemination, Retortenkind). Bei Unfruchtbarkeit des Ehemanns besteht die Möglichkeit der Samenspende, als künstliche Besamung durch den Samen eines anderen Mannes (heterologe Insemination).
Die künstliche Besamung ist auch eine wichtige Methode in der Pflanzenzucht.
Wissenschaft
Moderne Schatzsuche
Künstliche Intelligenz und Sensoren unterstützen Bergbauunternehmen beim Aufspüren und Erkunden von Erzvorkommen. von KLAUS JACOB Als im Jahr 1170 im Erzgebirge in der Gegend von Freiberg zufällig Silber gefunden wurde, tobte das erste „Berggeschrei“, eine Art Goldrausch. Bergleute, Händler, Köhler, Vagabunden – alle möglichen...
Wissenschaft
Mehr Energie
Alle höher entwickelten Lebewesen der Erde hängen von einem Gas ab: Sauerstoff. Von BETTINA WURCHE Die Atmosphäre unseres Blauen Planeten besteht zu etwa 78 Prozent aus Stickstoff und zu etwa 21 Prozent aus Sauerstoff. Diesen Sauerstoff nutzen die Lebewesen der Erde zur Gewinnung von Energie. Die ein- und mehrzellige Lebewelt hat...