Lexikon

künstliche Besamung

künstliche Befruchtung
die Übertragung von Samenflüssigkeit in die weiblichen Geschlechtsorgane mittels Pipette oder Samenkatheter, um eine Empfängnis ohne natürlichen Geschlechtsakt auszulösen. Die künstliche Besamung ist vor allem in der Rinderzucht, aber auch bei anderen Nutztieren verbreitet, da der aufwändige Transport zur Zusammenführung der Elterntiere entfällt. Außerdem kann der Samen hochwertiger Zuchtbullen bei dieser Methode optimal genutzt werden. Die Samenflüssigkeit wird in Besamungsstationen gewonnen und kann durch Tiefgefrieren ohne Qualitätseinbußen längere Zeit aufbewahrt werden.
Beim Menschen wird künstliche Besamung durchgeführt, wenn Impotenz des Mannes den Beischlaf unmöglich macht oder wenn z. B. der Samenerguss durch Verschluss der Samengänge nicht möglich ist oder wenn nur wenige lebensfähige Samen im Ejakulat enthalten sind (Insemination, Retortenkind). Bei Unfruchtbarkeit des Ehemanns besteht die Möglichkeit der Samenspende, als künstliche Besamung durch den Samen eines anderen Mannes (heterologe Insemination).
Die künstliche Besamung ist auch eine wichtige Methode in der Pflanzenzucht.
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