Lexikon
Matẹrie
allgemein
Inhalt, Gegenstand; es lassen sich drei Bedeutungen unterscheiden: 1. Materie als Korrespondenzbegriff zur aristotelischen Form ist Stoff, Material, das bearbeitet bzw. geformt wird. 2. Materie als Korrespondenzbegriff zur äußerlichen Form ist das inhaltliche Was, der Gehalt. 3. Materie im Gegensatz zu Geist ist die ungeistige und tote Wirklichkeit, die im Sinn des Schichtenschemas die untere Wirklichkeitsstufe ausmacht.
Im ersten Sinn spricht man z. B. von der Rechtsmaterie, im zweiten verwendet man das Adjektiv material, wenn man etwa von der „materialen Wertethik“ (M. Scheler) spricht; im dritten redet man von der materiellen Wirklichkeit. Diese meint im Allgemeinen der heutige Sprachgebrauch.
Wissenschaft
Faktorfischen
Früher wimmelte es in der Bioforschung nur so von „Faktoren“, weil vielfach nach folgendem Prinzip experimentiert wurde: Man stellte Extrakte von irgendetwas her, gab sie zu Zellen, Geweben oder Organismen – und plötzlich machten diese etwas, das sie ohne Extrakt nicht getan hatten. Ergo: In dem kruden Extrakt verbirgt sich...
Wissenschaft
Heureka auf Helgoland
Wie die moderne Quantenmechanik entstand. von RÜDIGER VAAS Im Juni des Jahres 1925 gelang hier auf Helgoland dem 23-jährigen Werner Heisenberg der Durchbruch in der Formulierung der Quantenmechanik, der grundlegenden Theorie der Naturgesetze im atomaren Bereich, die das menschliche Denken weit über die Physik hinaus tiefgreifend...