Lexikon
Mịne
Militär
[
lateinisch, französisch
]ein Sprengkörper, der durch Zündschnur und Sprengkapsel, Berührung, elektrischen Funken, akustischen oder magnetischen Impuls, Zeitzünder u. a. zur Explosion gebracht wird.
Die ersten Minen für Sperrungen im Gelände (Geländeminen) wurden im 1. Weltkrieg angelegt (Fladderminen, Flatterminen); seit dem 2. Weltkrieg führten die Pioniereinheiten vorbereitete Minen mit, um Straßen und Wege, aber auch größere Geländeteile durch Minenfelder in kurzer Zeit für den Gegner ungangbar zu machen. Die Auslösung erfolgte durch den Druck geringer (Angreifer zu Fuß) oder großer (Panzerwagen) Gewichte, auch durch Zeitzünder. Zur Abwehr dienten ein Minensuchgerät, daneben auch Minensuchpanzer, die schwere Eisenwalzen vor sich herschoben, um Minen vorzeitig zur Entzündung zu bringen. Bei den Geländeminen unterscheidet man nach Form Kastenminen und Tellerminen; nach Anwendungszweck Panzerminen und Schützenminen. Atomminen können von ferne gezündet werden, um ein Gebiet unbetretbar zu machen. Seeminen werden im Allgemeinen nur in Minenfeldern durch Minenleger (Überwasserschiffe, U-Boote) ausgelegt. Die Ankertaumine wird ins Wasser geworfen, wobei der Minenanker auf den Grund sinkt und das Tau so weit abrollt, dass die Mine in der gewünschten Höhe (2–6 m) unter Wasser bleibt. 4–5 Stoßkappen an der oberen Hälfte der Mine bewirken die Entzündung bei Berühren durch einen Schiffskörper. Treibminen schwimmen frei ohne Verankerung. Grundminen werden in seichten Gewässern auf den Grund gelegt und durch das Schraubengeräusch eines Schiffes oder durch die von dem Schiff hervorgerufene Magnetfeldstörung entzündet. Zur Abwehr werden sie durch Geräuschbojen oder Magnetschleifen, die durch Flugzeuge dicht über dem Wasserspiegel hinweg bewegt werden, geräumt. Eine Luftmine ist eine vom Flugzeug aus gelegte Seemine.
Am 1. 3. 1999 trat die Landminenkonvention über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Anti-Personen-Minen und deren Vernichtung in Kraft. Ende 2009 gehörten 156 Staaten der Konvention an.
Wissenschaft
Atme!
Die Luft aus der Umgebung muss in den Körper. Diesen Übergang hat die Evolution unterschiedlich gestaltet. Von BETTINA WURCHE Der Begriff Atmung bezeichnet den Gasaustausch in Lebewesen zur Energiegewinnung. Bei Tieren, vielen Pilzen sowie den aeroben Mikroorganismen ist es das Sauerstoffgas, das die Kette von chemischen...
Wissenschaft
Lebensfreundliche Nachbarwelt
In den Venus-Wolken könnten exotische Ökosysteme existieren. Neue Raumsonden sollen sie erkunden. von RÜDIGER VAAS Die Entdeckung des Biomarkers Monophosphan in der Venus-Atmosphäre hat wieder die Frage nach möglichem Leben auf unserem Nachbarplaneten aufgeworfen. Kaum bekannt ist, dass diese Frage im modernen...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Frühe Sternhaufen im galaktischen Bogen
»Wir müssen fragen – und zuhören«
Ich schmier’ Dir eine, Du Stinkbier!
Gesunde Ernährung ist Gen-Sache
Tarnung oder Warnung: Was die Farben von Insekten beeinflusst
»Wir brauchen Kernkraft für die Industrie und erneuerbare Energie für die Haushalte«