Lexikon
Mittelalter
Abkürzung MA., lateinisch media aetas; media antiquitas; media tempora; medium aevumGesellschaft und Kultur
Die frühmittelalterliche Gesellschaft (ca. 6.–9. Jh.) war bestimmt von der naturalwirtschaftlichen Adels- und Grundherrschaft. Das Hochmittelalter (10.–13. Jh.) prägt unser heutiges Bild der Epoche: das Lehnswesen, Blüte des Rittertums (Ritter), Pflege höfischer Kultur, Herausbildung mächtiger Klöster und reicher Handelsstädte bildeten die charakteristischen Elemente. Durch die kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Islam in den Kreuzzügen (1095–1270 und 1291) wurde auch der Zugang zu Wissen, Kultur und Handelswaren des Orients eröffnet. Im Spätmittelalter (14./15. Jh.) beschleunigten ein erstarkendes städtisches Bürgertum, das Enstehen der Geldwirtschaft und schwere Krisen (Große Pest, Hundertjähriger Krieg) den gesellschaftlichen Wandel. Auf kultureller Ebene vermittelten Humanismus und Renaissance (etwa seit 1300) ein neues Lebens- und Wissenschaftsideal, das seit Erfindung des Buchdrucks rasante Verbreitung fand.
- Einleitung
- Periodisierung
- Epochengrundzüge
- Gesellschaft und Kultur
Wissenschaft
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Am Max Rubner-Institut suchen Forschende in Lebensmitteln und Bioproben nach unterschiedlichen Zuckern. Das sogenannte Zuckerprofiling könnte Ernährungsstudien zukünftig verlässlicher machen. von CAROLIN SAGE Viele Ernährungsstudien basieren auf Ernährungsprotokollen, in denen die Teilnehmenden über Tage oder Wochen notieren, was...
Wissenschaft
Neue Einblicke in die Ursprünge unseres Gehörs
Säugetiere haben ein empfindliches Gehör, mit dem sie Töne und Geräusche einen breiten Frequenzbereich wahrnehmen können. Dafür sorgt das Mittelohr, dessen Trommelfell die Schallwellen aus der Luft aufnimmt und über die Gehörknöchelchen weiterleitet. Doch wann hat sich diese Struktur entwickelt? Eine Studie zeigt nun anhand von...
