Lexikon

monoklonạle Antikörper

künstlich hergestellte Antikörper, die von einem einzigen B-Lymphocyten-Klon gebildet werden und daher einheitlich in ihrer Struktur sind. Dazu werden aus Mäusen gewonnene B-Lymphocyten mit Tumorzellen (Myelomzellen) fusioniert (Hybridoma-Technik). Die so entstandenen Hybridome sind nahezu unbegrenzt teilungsfähig und bilden jeweils einen Zellklon, der nun monoklonale Antikörper in großer Menge produziert. Monoklonale Antikörper finden vielfältigen Einsatz in der molekularbiologischen Forschung und in der Diagnostik. Mittlerweile lässt sich eine zunehmende Zahl auch therapeutisch beim Menschen einsetzen, nachdem sie noch einmal gravierend gentechnisch verändert und den menschlichen Antikörpern angepasst wurden (chimäre oder humanisierte Antikörper). Sie dienen zur Therapie bei bestimmten Krebsarten, chronischer Polyarthritis, Crohn-Krankheit, Psoriasis sowie zur Behandlung akuter Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen. Außerdem lassen sich auch monoklonale Antikörper mit katalytischer Wirkung herstellen (Abzyme).
Two_passenger_airplanes_met_at_altitude_and_were_crossed_by_courses_aviation_airport_contrail_clouds
Wissenschaft

Der Luft zuliebe

Etliche Millionen Passagierflüge pro Jahr verschmutzen die Atmosphäre und schädigen das Klima. Höchste Zeit für einen CO2-neutralen Luftverkehr, meinen Forscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt – und erklären den Weg dorthin. von ROLF HEßBRÜGGE Kurz vor dem Unglück hatte das Cockpit „Vogelschlag“ gemeldet – die...

Pandemie, Emanuel Wyler
Wissenschaft

Besser vorbereitet

Die Gefahr einer nächsten Pandemie ist stets präsent. Was Wissenschaftler tun, damit gefährliche Erreger frühzeitig erkannt werden. von RAINER KURLEMANN Einmal in der Woche bringt die Paketpost gekühlte Gefäße mit einer trüben Brühe in das Labor von Emanuel Wyler. Der Wissenschaftler am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon