Lexikon

monoklonle Antikörper

künstlich hergestellte Antikörper, die von einem einzigen B-Lymphocyten-Klon gebildet werden und daher einheitlich in ihrer Struktur sind. Dazu werden aus Mäusen gewonnene B-Lymphocyten mit Tumorzellen (Myelomzellen) fusioniert (Hybridoma-Technik). Die so entstandenen Hybridome sind nahezu unbegrenzt teilungsfähig und bilden jeweils einen Zellklon, der nun monoklonale Antikörper in großer Menge produziert. Monoklonale Antikörper finden vielfältigen Einsatz in der molekularbiologischen Forschung und in der Diagnostik. Mittlerweile lässt sich eine zunehmende Zahl auch therapeutisch beim Menschen einsetzen, nachdem sie noch einmal gravierend gentechnisch verändert und den menschlichen Antikörpern angepasst wurden (chimäre oder humanisierte Antikörper). Sie dienen zur Therapie bei bestimmten Krebsarten, chronischer Polyarthritis, Crohn-Krankheit, Psoriasis sowie zur Behandlung akuter Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen. Außerdem lassen sich auch monoklonale Antikörper mit katalytischer Wirkung herstellen (Abzyme).
Wissenschaft

Grundlagen von Depressions-Resistenz auf der Spur

Die Beobachtung von Mitmenschen bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse kann unsere Widerstandsfähigkeit gegen die Entwicklung psychischer Probleme stärken. Diese Form der emotionalen Ansteckung haben Forschende nun auch bei Mäusen nachgewiesen und bereits Einblicke in den zugrundeliegenden Mechanismus gewonnen. Dabei zeigte...

Glioblastom, Hirntumor
Wissenschaft

Geschenkte Überlebenszeit

Unbehandelt sterben Menschen, bei denen ein Glioblastom entdeckt wird, innerhalb kurzer Zeit. Eine neue Therapie gegen den aggressiven Hirntumor kann die Patienten zwar nicht heilen, aber ihr Leben verlängern. von ANDREA MERTES Im Mai 2021 sendet Jens Krystek eine Videonachricht in die Welt: „Ich bin im Krankenhaus“, sind seine...

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