Lexikon
Mosambịk
Wirtschaft und Verkehr
Seit der Unabhängigkeit hat Mosambik trotz seiner Ressourcen einen wirtschaftlichen Niedergang erleben müssen. Nach Bürgerkrieg und Jahren sozialistischer Planwirtschaft zeigen die zwischenzeitlich eingeleiteten Wirtschaftsreformen seit Anfang der 1990er Jahre erste Erfolge. Einen herben Rückschlag erlitt das Land jedoch durch die verheerenden Überschwemmungen 2000 und 2001. Trotz Schuldenerlass ist Mosambik immer noch auf Entwicklungshilfe angewiesen.
Grundlegender Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, die jedoch zum größten Teil als Subsistenzwirtschaft betrieben wird. Der Inlandsbedarf an Grundnahrungsmitteln kann nur mit Importen gedeckt werden. Im Bergbausektor haben besonders die Förderung von Kohle und Bauxit Bedeutung; die mithilfe ausländischer Investoren errichtete Aluminiumhütte liefert über die Hälfte des gesamten Exportwerts. Andere Bodenschätze wie Eisenerz, Mangan, Kupfer, Gold, Diamanten oder Erdgas sind erst teilweise erschlossen. Das Wasserkraftwerk Cabora Bassa am Sambesi ist der größte Produzent elektrischer Energie; der Stromexport in die Nachbarländer bildet eine wichtige Devisenquelle. Mit der Wiederbelebung des ehemals florierenden Tourismus verbinden sich große Hoffnungen.
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