Lexikon

Norwegen

Gletscher und Wälder

Während der Eiszeit wurde Norwegen von einem gewaltigen Gletscherschild bedeckt. Die Gletscher schliffen die Gipfel der Gebirge glatt und hobelten die zuvor kerbförmigen Täler zu breiten Trogtälern aus. Mit dem nacheiszeitlichen Anstieg des Meeresspiegels wurden viele Täler vom Meer überflutet und bilden seitdem eine reich gegliederte Fjordküste. Heute bedecken Norwegens Gletscher ein Areal von 3900 km2, eine Fläche anderthalbmal so groß wie das Saarland. Der Jostedalsbreen (487 km2) in Südnorwegen ist der größte Plateaugletscher des europäischen Festlands.
Im Süden dominieren Laubwälder, die nach Norden Fichten und Kiefern weichen. Die Waldgrenze verläuft in Südnorwegen in einer Höhe von 8001000 m, nach Norden sinkt sie bis zum Meeresniveau ab. Insgesamt wird ein Viertel der Landesfläche von Wald bedeckt; er bildet die Grundlage für eine moderne Forstwirtschaft. Oberhalb der Waldgrenze, auf dem Fjell, breitet sich Tundrenvegetation mit Zwergsträuchern, Moosen und Flechten aus. Die Landschaften des norwegischen Festlandes werden in 29 Nationalparks geschützt.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Gebirge im Landesinneren
    2. Fjorde, Schären und Inseln
    3. Gletscher und Wälder
    4. Mildes Klima
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Starke Fischerei
    2. Erdöl und Erdgas
    3. Fjord- und Skitourismus
    4. Gute Verkehrserschließung
  7. Geschichte
    1. Erste Reichseinigung und Zeit der Unionen
    2. Unabhängigkeit
    3. Norwegens Weg in Europa seit 1945
Foto von Spuren des Hochwassers im Ahrtal
Wissenschaft

Flutkatastrophe im Ahrtal hätte noch schlimmer ausfallen können

Vor fast genau vier Jahren, in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, raste infolge von Starkregen eine riesige Flutwelle durch das Ahrtal und andere Flusstäler im westlichen Mitteleuropa. In den Wassermassen kamen fast 200 Menschen ums Leben. Doch es hätte noch schlimmer kommen können, zeigt eine neue Studie. So hätte es noch...

Südamerika
Wissenschaft

Die ersten Menschen Südamerikas

Als moderne Menschen von Nordasien, durch Beringia, Nord- und Mittelamerika bis nach Feuerland wanderten, war dies die längste Migrationsbewegung der Menschheitsgeschichte – und führte zu einem speziellen Effekt bei der Bevölkerung Südamerikas. von DAVID NEUHÄUSER Der Spanier Hernán Cortés und seine Männer brachen 1519 von Kuba...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon