Lexikon
Norwegen
Gletscher und Wälder
Während der Eiszeit wurde Norwegen von einem gewaltigen Gletscherschild bedeckt. Die Gletscher schliffen die Gipfel der Gebirge glatt und hobelten die zuvor kerbförmigen Täler zu breiten Trogtälern aus. Mit dem nacheiszeitlichen Anstieg des Meeresspiegels wurden viele Täler vom Meer überflutet und bilden seitdem eine reich gegliederte Fjordküste. Heute bedecken Norwegens Gletscher ein Areal von 3900 km2, eine Fläche anderthalbmal so groß wie das Saarland. Der Jostedalsbreen (487 km2) in Südnorwegen ist der größte Plateaugletscher des europäischen Festlands.
Im Süden dominieren Laubwälder, die nach Norden Fichten und Kiefern weichen. Die Waldgrenze verläuft in Südnorwegen in einer Höhe von 800–1000 m, nach Norden sinkt sie bis zum Meeresniveau ab. Insgesamt wird ein Viertel der Landesfläche von Wald bedeckt; er bildet die Grundlage für eine moderne Forstwirtschaft. Oberhalb der Waldgrenze, auf dem Fjell, breitet sich Tundrenvegetation mit Zwergsträuchern, Moosen und Flechten aus. Die Landschaften des norwegischen Festlandes werden in 29 Nationalparks geschützt.
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