Lexikon
Norwegen
Erste Reichseinigung und Zeit der Unionen
Die zerklüftete Bodengestalt Norwegens hinderte lange die Ausbildung einer staatlichen Einheit. Erst Harald Haarfagris gelang um 872 ein Zusammenschluss der zahlreichen Territorialherrschaften. Vom 9. bis 11. Jahrhundert war Norwegen Ausgangspunkt von Beutezügen der Wikinger. Ihre Schiffe erreichten England, Frankreich, Island, Grönland und sogar Nordamerika. Im 11. Jahrhundert begann gegen erbitterten Widerstand die Christianisierung Norwegens. Haakon IV. Haakonsson (1217–1263) konnte die Königsmacht endgültig festigen. Mit der Inbesitznahme Islands und Grönlands erreichte Norwegen seine größte territoriale Ausdehnung. Gleichzeitig knüpfte Haakon Handelskontakte zur Hanse, welche von Bergen aus den norwegischen Außenhandel beherrschte. Mit Haakon V. Magnusson (1299–1319) starb das bisherige Königshaus aus. Magnus VII. Eriksson regierte das Land in Personalunion mit Schweden. Olaf (1380–1387), der Sohn Haakons VI. Magnusson (1343–1380) und der dänischen Königin Margarete, war seit 1380 König in Norwegen und Dänemark. Damit wurde die über 400 Jahre dauernde Union Norwegens mit Dänemark eingeleitet. 1397 vereinigte Margarete die drei Reiche Norwegen, Dänemark und Schweden in der Kalmarer Union, die mit dem Austritt Schwedens 1523 zerbrach. Die dänischen Könige blieben auch weiterhin Könige von Norwegen, das als dänische Provinz regiert wurde.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Erste Reichseinigung und Zeit der Unionen
- Unabhängigkeit
- Norwegens Weg in Europa seit 1945
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