Lexikon
Norwegen
Erdöl und Erdgas
Norwegen ist weltweit drittgrößter Erdöl- und viertgrößter Erdgasexporteur. Beide Rohstoffe, die im Kontinentalschelf durch moderne Bohrinseln gefördert werden, machen zusammen über die Hälfte des Exportwerts aus und erwirtschaften ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts. Weitere bedeutsame Lagerstätten führen Eisen-, Kupfer-, Titan-, Zink- und Bleierze; in Spitzbergen wird Kohle abgebaut.
Dank der riesigen Wasserressourcen stützt sich die norwegische Energiewirtschaft fast ausschließlich auf Wasserkraft. Diese billige Energieform ist für einige Wirtschaftszweige, insbesondere die Papier- und Zellstoffherstellung sowie die Aluminiumindustrie und die Elektrochemie, von besonderer Bedeutung. Die Schwerpunkte der überwiegend mittelständischen Industriebetriebe liegen in der Metallverarbeitung sowie im Maschinen- und Fahrzeugbau vor der Nahrungsmittelindustrie. Nach dem Einbruch im Schiffbau verlegten die Werften ihren Schwerpunkt auf Spezialanfertigungen wie Bohrplattformen. Auch andere Industriezweige haben sich auf die Zulieferung der Ölindustrie umgestellt.
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