Lexikon
Österreich
Bevölkerung
Die österreichische Gesellschaft ist relativ homogen; über 90% der Bevölkerung sind deutschsprachig. Zu den sechs anerkannten nationalen Minderheiten gehören Slowenen, die überwiegend in Kärnten leben, Kroaten, Ungarn und Roma (vor allem im Burgenland) sowie Tschechen und Slowaken (in Wien und Niederösterreich). Der Anteil der Ausländer liegt bei 9,4%. Ziel für Zuwanderer war (und ist) Österreich für Osteuropäer, Türken und Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien, in jüngerer Zeit auch für Deutsche. Seit den 1970er Jahren hat die Bevölkerungszahl nur geringfügig zugenommen. Dabei weisen die westlichen Bundesländer Salzburg, Vorarlberg und Tirol aufgrund von Geburtenüberschüssen und Wanderungsgewinnen höhere Zuwachsraten auf als die Steiermark und das Burgenland.
Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten ist Österreich mit seinem hohen Anteil an Gebirgsregionen nur dünn besiedelt. Annähernd 60% des Landes sind unbewohnt, mehr als 70% der Bevölkerung leben in den Beckenlandschaften, dem Alpenvorland und den großen Alpentälern unterhalb von 500 m ü. M. Etwa jeder fünfte Österreicher lebt im Großraum Wien.
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