Lexikon

Parodie

Literatur
eine Darstellungsweise, die ein als bekannt vorausgesetztes Werk oder literarisches Muster durch Verzerrung des Inhalts, aber unter Beibehaltung seiner charakteristischen formalen Struktur in satirischer, polemischer oder kritischer Absicht nachahmt. Gewöhnlich wird ein ernster oder erhabener Inhalt durch einen banalen oder komischen ersetzt. Der Effekt einer Parodie ist umso größer, je weiter Form und Inhalt auseinander klaffen. Literarisch parodiert werden können ganze Textgattungen (u. a. M. de Cervantes „Don Quijote“ als Parodie auf den höfischen Ritterroman, J. N. Nestroys Komödien als Parodien auf die Altwiener Volksstücke) oder besonders bekannte Einzeltexte (u. a. die „Ilias“-Parodie der Dunkelmännerbriefe, die „Faust“-Parodie F. T. Vischers). Verfasser von Parodien im 20. Jahrhundert sind u. a. B. Brecht, F. Torberg, P. Rühmkorf, R. Gernhardt.
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Wissenschaft

Hoch hinaus

Wie eine Mutation Streifengans und Sperbergeier zu ungeahnten Höhenflügen verhilft. Von RALF STORK Es gibt Lebensräume, die sind weniger anspruchsvoll als die Hochebenen Zentralasiens. Nachts und im Winter wird es dort empfindlich kalt. Und wer jemals in Höhen von 4.000 Metern unterwegs war, weiß: Die Luft ist dort so dünn, dass...

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Wissenschaft

Jahr des Drachen

Herzlich willkommen im chinesischen Jahr des Drachen. Genießen Sie es. Denn der Drache ist quasi der Wassermann unter den chinesischen Tierkreiszeichen. Alle anderen – Hase, Stier, Schlange, Ziege, Pferd, Schlange, Affe, Schwein, Hund und so weiter – kann man in freier Wildbahn sehen, am Bauernhof streicheln oder im Restaurant...

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