Lexikon
Renaissance
[rənɛˈsãs; die; französisch, Wiedergeburt]
italienisch RinascimentoMusik
Der Begriff Renaissance ist in der Musik nicht klar zu umreißen, es fehlt z. B. eine bewusste Rückbesinnung auf die Antike. Dennoch fanden im 15. und 16. Jahrhundert, dem Zeitalter der franko-flämischen Musik, tiefgreifende Wandlungen statt. Besonders in der Generation des Josquin Desprez vollzog sich z. B. die Einordnung des lange Zeit den musikalischen Satz fundierenden Tenors in einen die Stimmen tendenziell gleich behandelnden Satz (Imitation). Zu den Kennzeichen der Epoche zählt auch das Streben nach Schönheit und Klangfülle und die sorgfältige Textdeklamation und einprägsame Affektendarstellung. Messe, Chanson und Motette waren die bevorzugten Gattungen der selbstbewussten Renaissancemusiker. Im Madrigal des 16. Jahrhunderts trafen sich franko-flämische Tradition und italienische Sensibilität. Die Dur-Moll-Tonalität begann sich auszubilden. Neben der Vokalmusik entwickelte sich eine neue selbständige instrumentale Kunst. Allgemeines Gedankengut der Renaissance wurde in den musiktheoretischen Werken von V. Galilei und G. Zarlino fassbar. Die Musik der Renaissance wurde durch den jetzt allgemein durchgesetzten Notendruck sehr schnell und weit verbreitet. Neben den Meistern der franko-flämischen Schule sind als bedeutende Komponisten zu nennen die Brüder Gabrieli in Venedig und G. P. da Palestrina in Rom, der mit seinem neuen kirchenmusikal. Stil die Römische Schule begründete.
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