Lexikon
Renaissance
[rənɛˈsãs; die; französisch, Wiedergeburt]
italienisch RinascimentoDie Entdeckung des Irdischen
Geistige Grundlage der Renaissance waren die Bewusstwerdung der Persönlichkeit, die damit verbundene Ausbildung eines neuen Lebensgefühls und das Streben nach objektiver Naturerkenntnis. Die bis ins Hohe Mittelalter bestimmende Durchdringung aller Lebensbereiche durch christliche Glaubensinhalte wurde ebenso in Frage gestellt wie die Vorstellung einer universalen Einheit von geistlicher und weltlicher Macht. Die bereits in der Spätscholastik erkennbaren Tendenzen zu einer stärkeren Beachtung des Individuums erweiterten den Humanismus zu einer philosophisch und historisch fundierten individualistischen Weltsicht (L. Bruni, Erasmus von Rotterdam, N. Machiavelli, T. More, J. L. Vives, J. Scaliger). Zur wichtigsten Quelle wurden die Schriften antiker Autoren (Cicero, Platon, Plotin), der Neuplatonismus wurde wiederentdeckt (M. Ficino, G. Pico della Mirandola, Paracelsus). Ein auf das Diesseits gerichtetes Denken erfasste auch die Naturwissenschaften. Die Trennung von Glauben und Wissen ermöglichte eine unbefangene, auf Experimenten beruhende Erforschung der Welt (Nikolaus von Kues, N. Kopernikus, G. Bruno, G. Galilei, F. Bacon). Anatomische und perspektivische Studien wurden zu einer wesentlichen Grundlage der bildenden Kunst.
- Einleitung
- Die Entdeckung des Irdischen
- Bildende Kunst
- Literatur
- Musik
Wissenschaft
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