Lexikon
Sẹnegal
Wirtschaft und Verkehr
Als eines der ersten Entwicklungsländer unterwarf sich Senegal Anfang der 1980er Jahre dem vom Internationalen Währungsfond verordneten Strukturprogramm – bislang jedoch ohne großen Erfolg. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt noch immer in Arbeitslosigkeit und unterhalb der Armutsgrenze. Die vorwiegend kleinbäuerliche Landwirtschaft leidet unter Dürren, Überweidung und Bodenerosion, so dass der Bedarf an Nahrungsmitteln über Importe gedeckt werden muss. Von großer Bedeutung ist der Fischfang; Fisch und Erdnüsse sind die wichtigsten Exportprodukte. Die Entwicklung der Industrie wird durch den Mangel an Energierohstoffen behindert. Wichtige Säulen der Wirtschaft sind der Phosphatabbau (Düngemittelindustrie), die Verarbeitung von Rohöl und der Tourismus.
Das Verkehrsnetz ist im Westen des Landes gut ausgebaut, während erst wenige Straßen den dünn besiedelten Ostteil durchziehen. Die Eisenbahnstrecken führen von Dakar nach St. Louis sowie nach Bamako (Mali). Die Hauptstadt hat einen der größten Seehäfen Westafrikas.
Wissenschaft
Verhängnisvolle Verspätung
Die meisten Tierarten bekommen ihren Nachwuchs dann, wenn das Nahrungsangebot am Aufzuchtort optimal ist. Doch durch die Klimaerwärmung kommen Zugvögel oft zu spät in ihre Brutgebiete zurück. von CHRISTIAN JUNG Der kleine, auffällig weiß und schwarzbraun gezeichnete Trauerschnäpper verbringt die Winterzeit von September bis März...
Wissenschaft
Genetische Geschichte der Auerochsen entschlüsselt
Die heute ausgestorben Auerochsen gelten als Schlüsselart der Ökosysteme im prähistorischen Eurasien und Nordafrika – und als Vorfahren heutiger Rinder. Nun haben Forschende die DNA von 38 dieser Tiere aus fast 50.000 Jahren analysiert. Demnach gab es vier verschiedene Abstammungslinien von Auerochsen, die sich in Abhängigkeit...