Lexikon
Troubadour
Literatur
[
trubaˈdu:r; französisch
]der höfische provençalische Dichter des Mittelalters, meist ritterlichen Standes, im Gegensatz zum berufsmäßigen, volkstümlichen Spielmann niederen Standes (Jongleur). Der Troubadour trug seine eigenen Gedichte in eigenen Melodien vor. Seine Lyrik war fest geprägte Gesellschaftskunst (entsprechend dem mittelhochdeutschen Begriff Minne). Die Hauptformen der Troubadourdichtung waren Kanzone und Sestine. – Die Troubadourdichtung erreichte ihre Blüte an den Fürstenhöfen der Provence um 1150–1170, verbreitete sich auch in Nordfrankreich (Trouvère) und Norditalien und gab entscheidende Anstöße für den mittelhochdeutschen Minnesang. Die bekanntesten Troubadours waren: Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, Bernart de Ventadour, Bertran de Born, Thibaut IV. de Champagne, Peire Vidal, Jaufré Rudel, Arnaut Daniel.
Wissenschaft
Higgs-Hilfe für den Urknall?
Die Physik des Makrokosmos hängt eng mit der des Mikrokosmos zusammen. Das könnte erklären, warum unser Universum groß und gleichförmig wurde. von RÜDIGER VAAS Zeit ist relativ. Und die Urzeit des Universums ist nicht einfach vergangen, sondern immer noch präsent: zum Beispiel in jedem Kubikzentimeter Weltraum. Darin gibt es...
Wissenschaft
Ein neues Feld der Photovoltaik
Der Ausbau von Solaranlagen benötigt viel Platz. Doch viele geeignete Flächen werden bereits für die Landwirtschaft genutzt. Forscher suchen daher nach Wegen, beide Nutzungen zu kombinieren – und sehen großes Potenzial. von Rainer Kurlemann Die rheinische Ackerbohne könnte die deutsche Landwirtschaft verändern. Denn im Rahmen...