Lexikon

Troubadour

Literatur
[
trubaˈdu:r; französisch
]
der höfische provençalische Dichter des Mittelalters, meist ritterlichen Standes, im Gegensatz zum berufsmäßigen, volkstümlichen Spielmann niederen Standes (Jongleur). Der Troubadour trug seine eigenen Gedichte in eigenen Melodien vor. Seine Lyrik war fest geprägte Gesellschaftskunst (entsprechend dem mittelhochdeutschen Begriff Minne). Die Hauptformen der Troubadourdichtung waren Kanzone und Sestine. – Die Troubadourdichtung erreichte ihre Blüte an den Fürstenhöfen der Provence um 1150–1170, verbreitete sich auch in Nordfrankreich (Trouvère) und Norditalien und gab entscheidende Anstöße für den mittelhochdeutschen Minnesang. Die bekanntesten Troubadours waren: Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, Bernart de Ventadour, Bertran de Born, Thibaut IV. de Champagne, Peire Vidal, Jaufré Rudel, Arnaut Daniel.
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