Lexikon
Ungarn
Kleine und Große Ungarische Tiefebene
Die Donau, die zusammen mit der Theiß das Tiefland nach Süden entwässert, teilt Ungarn in das westliche Transdanubien mit dem Kisalföld, das auch als Kleine Ungarische Tiefebene bezeichnet wird, und das östliche Alföld, die Große Ungarische Tiefebene.
Das fruchtbare Kisalföld im Nordwesten Ungarns besteht in erster Linie aus dem Becken von Györ mit der Donauinsel Kleine Schütt. Die abwechslungsreiche Landschaft wird bestimmt durch zerschnittene Platten und leicht wellige Hügel. Auf der Grundlage eines milden Klimas und fruchtbarer Lößböden wird hier intensive Landwirtschaft betrieben.
Das Alföld, die Große Ungarische Tiefebene, nimmt fast die Hälfte des Staatsgebiets ein. Sie ist eine weiträumige, fast tischebene Fläche und mit Löß oder mit Geröllen und Sanden bedeckt, die vorwiegend die Theiß in vorgeschichtlicher Zeit aufgeschüttet hat. Von Natur aus wird sie von Steppen eingenommen, durchsetzt mit einzelnen Waldinseln und durchzogen von Auenlandschaften entlang der Theiß und ihren Nebenflüssen. Die Trockenlegung der Auen durch Flussregulierung und die Rodung der Wälder haben zur Verarmung und zunehmenden Versalzung der Böden geführt. Es entstand die typische, dünn besiedelte Puszta-Landschaft mit Einzelgehöften, Ziehbrunnen und extensiver Weidewirtschaft. Durch aufwändige Bewässerungsmaßnahmen wurden die eher kargen Grasländer in fruchtbare Ackerflächen umgewandelt, die vor allem dem Anbau von Mais, Tabak und Sonnenblumen dienen. Zum Erhalt der ursprünglichen Puszta hat man den Nationalpark Hortobagy eingerichtet.
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