Lexikon
Ungarn
Mittelgebirge und Hügellandschaften
Vom Bakonywald im Westen bis zum Bükkgebirge im Nordosten verlaufen die Ketten des Ungarischen Mittelgebirges. In den Höhen tragen alle Mittelgebirge zumeist dichten Laubwald. Ihre Hänge und Becken sind mit fruchtbaren Lößböden bedeckt und werden für Acker-, Obst- und Weinbau genutzt. An ihren Rändern treten heiße Quellen zutage, die seit alters als Bäder genutzt werden. Sie sind ebenso Zeugnisse eines längst vergangenen lebhaften Vulkanismus wie die vulkanischen Gesteine des Bakonywaldes und der Mittelgebirge im Norden. Ansonsten aber bestehen die Mittelgebirge westlich der Donau überwiegend aus Kalken und Dolomit. Im Südwesten Ungarns erhebt sich inselartig das bewaldete Mecsekgebirge (bis 682 m hoch) mit Tropfsteinhöhlen und Wasserfällen. Nach Norden geht es in die weiten Hügellandschaften Transdanubiens über. Mit Ausnahme der bewaldeten Hügelkuppen wird das westliche Transdanubien vor allem für den Ackerbau mit Schweine- und Geflügelzucht genutzt.
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