Lexikon
Uruguay
Von der Kolonialzeit bis zur Herrschaft des Militärs
Der Spanier Juan Diaz de Solis erreichte 1516 das Gebiet des heutigen Staates. Die europäische Besiedlung der Region setzte im 17. Jahrhundert ein, wobei Spanier und Portugiesen im Wettstreit standen. 1776 wurde Uruguay Teil des spanischen Vizekönigreichs Río de la Plata. General José Gervasio Artigas führte das Land 1811 in den Unabhängigkeitskampf. Uruguay wurde jedoch 1821 zunächst brasilianische Provinz. Erst 1828 wurde die 1825 proklamierte Unabhängigkeit im Vertrag von Río de Janeiro anerkannt.
Das 19. Jahrhundert stand im Zeichen von Bürgerkriegen und politischen Kämpfen zwischen den konservativen und föderalistisch orientierten Blancos und den liberalen, unitaristischen Colorados. Erst der sozialreformerische Präsident José Batlle y Ordóñez (1903–1907, erneut 1911–1915) stabilisierte das Land politisch. Eine sich verschlechternde Wirtschaftslage führte in den 1960er Jahren zu einer politischen Dauerkrise mit Streiks und Terroranschlägen einer linksextremen „Stadtguerilla“ (Tupamaros). Nach der Auflösung des Parlaments 1973 ging das Land schließlich den Weg in eine Militärdiktatur, die mit extremer politischer Repression einherging.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Von der Kolonialzeit bis zur Herrschaft des Militärs
- Die erneuerte Demokratie
Wissenschaft
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