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LEXIKON

Waage

Mechanik
Waage
Waage
Balkenwaage
Gerät zur Gewichtsbestimmung von Körpern durch Massenvergleich. Bei der Balkenwaage wird die gesuchte Masse mit bekannten Gewichten (Massennormalen) verglichen. Bei Schaltwaagen werden durch Drehen eines Schalters nacheinander mehr und mehr Gewichte eingeschaltet. Bei der Federwaage wird eine geeichte Schraubenfeder durch eine Last ausgedehnt. Diese Waagen zeigen wegen der kleinen Verschiedenheit der Gravitationskonstante an verschiedenen Orten für gleiche Massen etwas verschiedene Werte an; sie sind daher nur für größere Messungen verwertbar. Bei der Laufgewichtswaage (römische Waage, Schnellwaage) werden ein oder zwei Laufgewichte an einem Balkenende verschoben, bis Gleichgewicht herrscht. Auf demselben Prinzip beruhen die Neigungswaagen (z. B. Briefwaage), bei denen die Neigung eines langen Balkenarms verändert wird, und die Brückenwaagen, bei denen die Last auf einer Plattform (Brücke) ruht, deren Waagebalkenlängen in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen (z. B. Dezimalwaagen).
Elektronische Waagen haben fast keine beweglichen Teile und sind daher wartungsarm. Die Umwandlung der mechanischen Messgröße in ein entsprechendes Messsignal erfolgt mit Dehnungsmessstreifen, die sich in Lastaufnehmern (Druckdosen) befinden. Jeweils vier Messstreifen sind so geschaltet, dass sie eine Wheatstonesche Brücke ergeben. Bei Belastung der Druckdose tritt in der Brücke eine Spannung auf, die der Größe der Last entspricht und die das Gewicht z. B. über einen Analog-Digital-Wandler auf einem Leuchtanzeiger angibt.
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