Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
annehmen
ạn|neh|men I.
〈mit Akk.〉
1.
etwas a.
a)
in Empfang nehmen, entgegennehmen, nehmen und behalten;
ein so großes Geschenk kann ich doch nicht a.!; er nimmt kein Geld an; der Stoff nimmt die Farbe nicht an; der Kranke nimmt keine Speise an
b)
einer Sache zustimmen, auf sie eingehen, ihr folgen;
einen Vorschlag a.; eine Einladung, ein Angebot (dankend) a.; sie nimmt keinen Rat an
c)
zu Eigen nehmen, sich aneignen;
einen anderen Namen a.; eine Gewohnheit a.; die Sache nimmt Formen, Ausmaße an, die wir nicht ahnen konnten; nimm doch Vernunft an!
d)
vermuten, glauben;
ich nehme an, dass er …, dass es so ist
2.
jmdn. a.
a)
in eine Gemeinschaft, einen Betrieb aufnehmen;
ich habe den jungen Mann als Volontär angenommen; ein Kind (als Eigen) a.
adoptieren;
bist du zum Studium angenommen worden?
b)
sich mit jmdm. anfreunden, jmdn. anerkennen;
der Hund hat mich angenommen; man muss sich selbst, so wie man ist, a. können
II.
〈refl.; mit Gen.〉
sich jmds. oder einer Sache a.
sich um jmdn. oder eine Sache kümmern, etwas tun, um eine Sache zu fördern bzw. jmdm. zu helfen;
er hat sich des Kindes, des Kranken angenommen; sie hat sich seiner Weiterbildung angenommen
Wissenschaft
Antidepressiva bei Demenz: Nützlich oder schädlich?
Viele Menschen mit Demenz leiden zusätzlich an depressiven Symptomen. Doch welchen Einfluss hat die Verschreibung von Antidepressiva auf den Krankheitsverlauf? Eine Studie zeigt nun, dass der kognitive Verfall bei Demenzpatienten, die bestimmte Antidepressiva nehmen, schneller voranschreitet. Ob das allerdings an den Medikamenten...
Wissenschaft
Spurensuche im Mondgestein
Nach jahrzehntelanger Pause untersuchen Kosmochemiker wieder frisches Gestein von der Mondoberfläche. Erstmals inspizieren sie auch Proben von der rätselhaften Rückseite des Erdtrabanten. von THORSTEN DAMBECK Wer ein Stück vom Mond haben will, muss es persönlich beim Eigentümer abholen. So im September 1969, als Hans Voshage, ein...