Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

vertragen

ver|tra|gen
V.
160, hat vertragen
I.
mit Akk.
etwas v.
1.
veraltet
etwas an die falsche Stelle tragen
2.
veraltet
an einen anderen Ort tragen;
der Wind verträgt die Samen
3.
ertragen, aushalten;
ich vertrage das Klima gut, schlecht, nicht; ich vertrage keine Zugluft; er kann es nicht v., wenn man ihm widerspricht; er verträgt (keinen) Spaß; heute kann man einen Pullover v.
ugs.
heute ist es so kühl, dass man gern einen Pullover anzieht
4.
ohne Schaden essen, trinken können;
er verträgt viel, keinen Alkohol; er verträgt keine fetten Speisen; ich könnte jetzt einen Kognak v.
ugs.
ich würde jetzt gern einen Kognak trinken
II.
refl.
sich v.
1.
miteinander gut auskommen, freundlich miteinander sein;
die beiden v. sich gut, schlecht, nicht; sie v. sich wieder
2.
sich mit etwas v.
zu etwas passen;
die Farbe der Vorhänge verträgt sich nicht mit der des Teppichs; diese Bemerkung verträgt sich schlecht mit dem, was du sonst über dieselbe Sache äußerst
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