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Reisen: Was sind die größten Aufreger im Urlaub?

NPO

Osterzeit ist für viele Urlaubszeit. Endlich ausspannen, weit weg vom nervigen Alltag. Aber nicht immer geht es am Ferienort harmonisch und nervfrei zu. Mängel, enttäuschte Erwartungen und vieles andere vermiesen die Stimmung. Worüber wir uns im Urlaub am meisten ärgern, hat eine aktuelle Umfrage ermittelt.

Punkt 1: Reisepartner
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Urlaub bedeutet für die meisten von uns Verreisen: Egal ob Fernreise, Städtetrip, Strandurlaub im Süden oder einfach nur eine entspannte Zeit im Grünen – Hauptsache raus aus dem Alltag und dem gewohnten Trott. Nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen sollen allein im Jahr 2013 mehr als 70 Millionen Deutsche im In- und Ausland unterwegs gewesen sein. Doch was vor der Abreise als schönste Zeit des Jahres geplant ist, wird für viele Urlauber zur reinen „Nervensache“ – weil dann doch nichts so perfekt läuft wie geplant.

Über welche Dinge sich deutsche Urlauber besonders oft aufregen, haben Meinungsforscher der Keyfacts Onlineforschung nun erfragt. Sie interviewten dazu 1.222 repräsentativ ausgewählte Urlauber. Mit erstaunlichem Ergebnis: Immerhin 77 Prozent  der Urlaubsreisenden gaben an, sich in ihrem Urlaub gar nicht oder nur teilweise erholt zu haben. Der häufigste Grund: Irgendetwas nervte und sorgte für Stress.

Ärgernis Nummer 1: Der Reisepartner

Den Haupt-Aufreger bringen wir uns dabei offenbar selbst mit: 58 Prozent aller Befragten regen sich in ihren Ferien mehr oder weniger häufig über ihren Reisepartner auf. Dies betrifft vor allem die mitreisenden Ehe- oder Lebenspartner. Aber auch Freunde, die als Reisebegleitung dienen, lösen oft den Unmut aus. Kein Wunder eigentlich: Denn zu kaum einer andere Zeit verbringt man so viel freie Zeit miteinander wie im Urlaub.

„Im Berufsalltag sehen oder sprechen sich die Partner kaum. Im Urlaub hocken sie über Tage zusammen und haben sich nichts zu erzählen“, so der Hamburger Psychologe Bernd Kielmann. Auch die Freizeit-Interessen stellen sich oft erst im Urlaub als sehr unterschiedlich heraus. So reicht schon, wenn ein Partner früher aufsteht, einen Streit heraufzubeschwören. Fast schon tragisch: Nur vier Prozent der deutschen Urlauber empfinden ihre Reisebegleitung grundsätzlich als „unproblematisch“.

Weitere Aufreger: Essen, Kinderlärm und Mittouristen

Auf Platz zwei der größten Urlaubsaufreger landet das Essen im Hotel. Mehr als ein Drittel der Reisenden ärgert sich über eine Verpflegung, die nicht den Erwartungen und dem Versprochenen entspricht. Kein Wunder, dass dies zu den häufigsten Gründen für Reklamationen bei den Reiseveranstaltern gehört.

Ebenfalls eine Quelle für Ärger ist Kinderlärm in der Hotelanlage – immerhin 21 Prozent gaben dies als Ursache für ihr Genervt sein an. Vor allem Urlauber ohne eigene Kinder fühlen sich durch das Kreischen und Toben in ihrer Entspannung gestört. Paradoxerweise gehört auch die eigenen Spezies – Touristen – zu den immer wieder für Aufregung und Ärger sorgenden Faktoren im Urlaub. Immerhin knapp 14 Prozent der Befragten mögen ihresgleichen in den Ferien nicht. Besonders unbeliebt sind bei deutschen Reisenden Chinesen, Russen, Engländer - aber auch ihre eigenen Landsleute.

Mängel, teure Preise und unfreundliches Personal landen hinten

Erstaunlicherweise scheinen die Punkte, die oft in Reisereklamationen auftauchen, eher weniger Aufreger-Potenzial zu besitzen:  So beklagten sich nur fünf Prozent der Urlauber über Mängel im Hotel oder dessen Außenbereich. Unfreundliches Personal gaben nur drei Prozent als größten Aufreger an. Baustellen- oder Verkehrslärm am Hotel nervte nur vier Prozent der Befragten. Auch der Klassiker der belegten Sonnenliegen sorgte nur bei neun Prozent der Befragten für Unmut. Und selbst überteuerte Preise landeten als Aufreger-Grund weit hinten: Nur drei Prozent sahen darin einen Grund, sich den Urlaub vermiesen zu lassen.

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