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Rien ne vas plus

Nichts fährt mehr

Die Bahn eines der wichtigsten Verkehrs- und Transportmittel steht still. Die Lokfüherer streiken; sie wollen mehr Geld. Doch was ist mit den Kunden - geraten die in Vergssenheit?

Morgens zu einer bestimmten Uhrzeit auf einem beliebigen Bahnhof in Deutschland - überall das gleiche Bild: streikende Lokführer vor dem Bahnhof, stehende Züge auf den Gleisen, frierende Menschen auf den Bahnsteigen. Die GDL möchte einen eigenen Tarifvertrag mit besserer Bezahlung - doch zu welchem Preis?
Auf Kosten vieler Pendler, Schüler und Reisender. Nachdem jetzt auch der Güterverkehr bestreikt werden darf, sind immer mehr kleine oder große Unternehmen betroffen, die auf den Gütertransport angewiesen sind; das wirkt sich auf die Dauer auf die Wirtschaft aus. Deutsche Exporte werden unzuverlässig - die Welt sucht sich neue Importländer.
Doch wer interessiert sich eigendlich für die vielen frierenden Menschen auf den Bahngleisen? Wenn man morgens den Bahnhof betritt und schon in unzählige verzweifelte und/oder ratlose Gesichter schaut, sinkt so allmählich doch das Verständis für die Streikenden. Die meisten vertrauen auf andere Verkehrsmittel um an ihr Ziel zu kommen - die Folge sind überfüllte Autobahnen mit vielen Staus.

Der Bahnstreik zieht immer größere Kreise.
Wenn jetzt schon die Rede von einem unbefristeten Streik über Silvester und Neujahr hinweg die Rede ist, muss man sich wirklich ernsthaft Sorgen um die deutsche Bahn machen; sie verliert immer mehr an Vetrauen der Bürger. Der Schaden wächst ins Unermessliche und die Forderungen werden durch die Auswirkungen des Streiks nicht gerade realisierbarer.

Doch was bleibt uns schon anderes als abzuwarten, dass man sich doch noch einigt und zu hoffen, dass der Zug kommt, wenn man auf ihn angewiesen ist.

von Katja Wagner, Mannheim
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