Wahrig Herkunftswörterbuch

geben

zurückzuführen auf
germ.
*geba „geben“, vgl.
got.
giban,
altengl.
giefan; Quelle ist
idg.
*ghabh „anfassen, greifen“, auch in
lat.
habere und
litau.
gabénti „wegbringen“; die Ausgangsbedeutung „greifen, fassen“ entwickelte sich unter Einfluss von nehmen zu „schenken, darreichen“; als Abstraktum: Gabe; im 17. und 18. Jh. entwickelten sich zahlreiche Präfigierungen wie
angeben, aufgeben, ausgeben, eingeben
und
ergeben
, die sich alle auf die spätere Bedeutung von geben beziehen; die Ableitung
ergiebig
stammt ebenfalls aus dem 17. Jh. und bedeutete ursprünglich „sich ergebend, aufgebend“, gewann aber im 18. Jh. die Bedeutung „ertragreich“ hinzu; die Zusammensetzung
preisgeben
geht auf das 16. Jh. zurück; der erste Wortteil ist entlehnt aus
frz.
brise „Beute, das Weggenommene“ und bedeutet ursprünglich „zum Fortnehmen hingegeben“; heute nur noch als „ausliefern, verraten“ gebräuchlich
Lacrymaria olor
Wissenschaft

Ein Einzeller mit Origami-Hals

Nur 40 Mikrometer misst die Mikrobe Lacrymaria olor. Doch wenn das einzellige Lebewesen Beute wahrnimmt, kann es seinen Hals innerhalb von Sekunden auf das 30-fache der eigenen Körperlänge ausfahren. Eine Studie zeigt nun, wie das möglich ist: Demnach ist die Membran am Hals des Einzellers im Ruhezustand auf komplexe Weise...

Pumpenhalle
Wissenschaft

Warten auf das Wasserstoff-Brennen

Ab 2045 soll kein fossiles Erdgas mehr in Gaskraftwerken verbrannt werden, sondern grüner Wasserstoff. Doch bislang hat kein Kraftwerk bewiesen, dass das klappt. Es gab nur ein paar Mini-Versuche dazu. von KATJA MARIA ENGEL Als Ende 2023 bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel das neue Gaskraftwerk Leipzig Süd feierlich...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon