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Die wichtigsten Tipps für die Reise mit dem Wohnmobil

Abgestelltes Wohnmobil im Grünen
Urlaubsreisen mit dem Wohnmobil werden immer beliebter.

„Das beliebteste Urlaubsland der Wohnmobilisten ist laut unserer aktuellen Auswertung in diesem Sommer Deutschland. … Auf Platz zwei folgt Italien mit rund 14 Prozent vor Frankreich mit 8,5 Prozent auf Platz drei. Kroatien belegt Platz vier mit 5,9 Prozent auf der Beliebtheitsskala, dicht gefolgt von Norwegen (5,8 Prozent). Damit gibt es in der Rangliste der Wohnmobil-Reiseziele keine Veränderungen gegenüber 2014.“ (Quelle)

Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Camper, einen Caravan oder ein Wohnmobil fahren zu dürfen? Wie verhält es sich bei der Mitnahme eines Wohnwagens? Wohin geht die Reise in 2015 und worauf ist vor der Abreise mit dem Reisemobil zu achten? Hier die wichtigsten Tipps im Überblick:

1. Mit welchem Führerschein darf ein Wohnmobil gefahren werden?

Autofahrer, die vor 1999 ihren Führerschein erworben haben, dürfen ein Reisemobil mit einer Gesamtmasse von bis zu 7,5 Tonnen lenken. Alle Führerscheininhaber, die nach 1999 ihre Fahrerlaubnis erworben haben, benötigen für das Fahren eines Pkw-Wohnwagen-Gespanns den B-Führerschein. Dieser erlaubt den Transport eines Anhängers mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Mit der B 96-Fahrerlaubnis dürfen sogar bis zu 4,25 Tonnen bewegt werden. Fahrzeuge, deren Gesamtgewicht bei 7,5 Tonnen liegt, dürfen nur mit der Fahrerlaubnis C1 gefahren werden.

Camping-Bus
Im Campingbus haben maximal nur zwei Personen Platz.

2. Auf die Größe und Ausstattung des Campers achten

Das sogenannte Alkovenmobil eignet sich vor allem für Familien. Der Innenbereich wirkt sehr groß und der Preis für das Fahrzeug ist sehr günstig im Vergleich zu anderen Wohnmobilen. Eines der Wohnmobilbetten befindet sich in einer über dem Fahrerhaus vorgewölbten Nische. Bis zu sieben Personen können in einem Alkovenmobil schlafen. Ähnlich günstig wie ein Alkovenmobil ist der teilintegrierte Camper. Diesen gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen – mit oder ohne Hubbett. Beim Modell mit Hubbett  befindet sich das Bett auf Deckenhöhe und kann nachts heruntergefahren werden. Unter dem Hubbett befindet sich eine Sitzgruppe, die ebenfalls zu einem Schlafplatz umfunktioniert werden kann.

Luxus bietet das integrierte Wohnmobil. Das Fahrerhaus ist mit dem Wohnbereich verbunden und über den Vordersitzen ist ein Hubbett installiert.

Der Campingbus wird mit einer Schiebetür und Hecktüren ausgestattet und zählt zu den wendigsten Fahrzeugen im Wohnmobilsektor. Allerdings ist der Platz innerhalb des Campingbusses nur begrenzt. Hier haben maximal zwei Personen Platz.

Je nach Größe der Reisemobile ist in einigen Modellen noch Platz für eine Küche, ein Bad, eine Toilette und sogar für eine kleine Garage.

3. Das Reiseziel aussuchen

Reiselustige, die mit dem Reisemobil oder dem Wohnwagen in den Urlaub fahren möchten, können die Reise laut campanda.com selbst planen und den Camper bei einem Vermieter für Wohnmobile mieten. Weltweit wird eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten für Camper angeboten. Die Camping- und Wohnmobilplätze können vorab z.B. online gebucht werden. Natürlich gibt es auch Reiseanbieter, die spezielle Reisemobiltouren anbieten, deren Routen bis ins Detail geplant sind. Auf keinen Fall ist es ratsam, den Wohnwagen oder das Reisemobil in einem unbewohnten Gebiet abzustellen. Das sogenannte „Wild campen“ ist in vielen Ländern verboten. Dies dient zum Schutz vor Überfällen sowie lebensbedrohlichen Unfällen.

4. Die Urlaubsreise richtig vorbereiten

Eine Urlaubsreise mit einem Wohnmobil sollte immer gut vorbereitet werden. Für den Fall, dass das Navigationssystem versagt, lohnt sich der Blick auf die Straßenkarte. In einigen Städten werden spezielle Abstellflächen für Reisemobile angeboten. Das Parken von Campern ist mancherorts sogar verboten. Um rechtzeitig am Urlaubsort und auch wieder nach Hause zu kommen, sollte genügend Zeit eingeplant werden.

Wohnmobile auf Campingplatz
Im Sommer sind viele Campingplätze und deren Wohnmobilstellpätze bereits ausgebucht.

5. Den Wohnmobilstellplatz rechtzeitig reservieren

Wer seinen Wohnmobilurlaub während der Ferienzeiten plant, sollte die Wohnmobilstellplätze rechtzeitig reservieren. Zentral oder in Strandnähe gelegene Campingplätze sind oft bereits schon Monate im Voraus ausgebucht. Einige Plätze sind zudem nicht das gesamte Jahr, sondern nur vom Frühjahr bis zum Herbst geöffnet.

6. Sicherheitsmaßnahmen vor der Abfahrt

Vor der Fahrt in den Urlaub sollten der Öl- und Wasserstand, der Reifendruck und die Batterie des Wohnmobils überprüft werden. Außerdem sollten unbedingt geklärt werden, ob alle Lebensmittel, Spielsachen, Kleidungsstücke und sonstige Mitbringsel richtig verstaut sind, das Reisemobil richtig beladen und nicht überladen ist und wo sich der Erste-Hilfe-Kasten und der Feuerlöscher befindet.Wer im Ausland mit dem Caravan unterwegs ist, sollte für sich und seine Familie eine Reisekranken-, sowie eine Reiserücktransportversicherung abschließen. Unterlagen der Autoversicherung sowie für den Pannenservice sollten ebenfalls mitgenommen werden. Da das Wohnmobil meist nicht das ganze Jahr über gefahren wird, sollten die Fahrer vor Reiseantritt einige Probefahrten machen und dabei das Bremsen, Fahren in Kurven und Rangieren üben.

7. Bei der Ankunft auf dem Campingplatz, den Wohnwagen sicher abstellen

Damit das Reisemobil auf dem Wohnmobilstellplatz sicher steht, sollte die Feststellbremse angezogen und die einzelnen Reifen mit Keilen versehen werden. Gerade auf abschüssigem Gelände ist die Gefahr doch recht groß, dass das Fahrzeug vom Platz rollt.

8. Regelmäßig das Toilettensystem sowie den Frischwassertank überprüfen

Das im Cara genutzte Wasser wird in Behältern gesammelt und wird regelmäßig entsorgt. Das Abwasser wird an speziellen Dump-Stationen beseitigt. Diese befinden sich z.B. auf dem Campingplatz oder an der Tankstelle. Das Frischwasser, für das es ebenfalls einen speziellen Tank gibt, kann hier ebenfalls aufgefüllt werden.

9. Vor der Rückfahrt den Zustand des Caravans überprüfen

Ähnlich wie bei der Hinfahrt ist es wichtig, das Wohnmobil auch vor der Rückreise zu überprüfen. Auch hier sollten die technischen Funktionen sowie der Reifendruck, der Öl- und Wasserstand und die Batterie einen einwandfreien Zustand aufweisen. Das Reisegepäck wird in die dafür vorgesehenen Schränke und Regale verstaut. Der Erste-Hilfe-Kasten und der Feuerlöscher kommen ebenfalls wieder an den dafür vorgesehenen Platz.

10. Vorbereitungen für den Winter

Damit das Wohnmobil den Winter gut übersteht, muss er richtig eingemottet werden. Hierzu gehört eine gründliche Reinigung des Innenraums sowie eine Außenwäsche. Damit keine Standschäden entstehen, sollte das Reisemobil mit dem richtigen Reifendruck aufgebockt werden. Die aufgeladene Bordbatterie kann an einem trockenen und kühlen Ort aufbewahrt werden. Alle Gasflaschen zudrehen und die Gasanlage stilllegen. Den Kühlschrank abtauen, putzen, ausschalten und mit geöffneten Türen überwintern lassen. Die Wasseranlage und das Abwassersystem reinigen und stilllegen.

Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins svz.de vom 23. Juli 2015 boomt die Reisemobilbranche. Vor allem junge Familien lieben es, unbekannte Ferienziele per Wohnmobil zu entdecken. Nicht nur einfach eingerichtete Wohnmobile liegen im Trend, auch Luxusfahrzeuge mit leistungsstarken Dieselmotoren, elektrischen Rollos, Warm-Wasser-Heizung, einer beheizten Heckgarage sowie Doppel- und Einzelbetten.

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